Was nicht recycelt werden kann, wird verbrannt, künftig auch im Industriegebiet Kraftwerk Jänschwalde.

Was nicht recycelt werden kann, wird verbrannt, künftig auch im Industriegebiet Kraftwerk Jänschwalde.

Bild: © Ivan Tsyrkunovich/Adobe Stock

Die Europäischen Union hat Plastikmüll-Exporte im neuen Jahr stark eingeschränkt. In Entwicklungsländer dürfen nur noch saubere Kunststoffabfälle zum Recycling ausgeführt werden, wie die EU-Kommission mitteilte. Auch Exporte und Importe in und aus Ländern der Industriestaaten-Organisation OECD sollen strikter kontrolliert werden.

«Die Ausfuhr unsortierten Plastikmülls in Nicht-OECD-Länder wird komplett verboten», stellte EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius klar. Die neuen Regeln zeigten, dass die EU Verantwortung für den hier produzierten Müll übernehme. Das sei ein Meilenstein im Kampf gegen Plastikverschmutzung und im Übergang zur Kreislaufwirtschaft.

Müll-Tourismus hat zugenommen

In den vergangenen zehn Jahren habe der unkontrollierte Handel mit Plastikmüll zugenommen, zu Lasten der Umwelt und der öffentlichen Gesundheit, erklärte die Kommission. Drittstaaten hätten oft nicht die Kapazitäten und Standards, problematischen Plastikmüll nachhaltig zu verarbeiten.

2019 hat die EU nach Angaben der Kommission 1,5 Mio. Tonnen Plastikabfälle exportiert, zumeist in die Türkei und asiatische Länder wie Malaysia, Indonesien, Vietnam, Indien und China. Der Anteil, der nach China ging, sei jedoch drastisch gefallen, seit das Land 2018 selbst Beschränkungen beschlossen hatte.

Vorgaben der Baseler Konvention

Die von der Kommission beschlossenen Regeln sollen Vorgaben umsetzen, die 187 Mitgliedsstaaten der Baseler Konvention im Mai 2019 getroffen hatten. Erstmals wurden damals globale Regeln für den Handel mit Plastikabfällen vereinbart. (dpa/hp)

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