Die bisherigen Abscheideverfahren sind teuer. Die TU Bergakademie Freiberg will eine kostengünstigere Technologie entwickeln.

Die bisherigen Abscheideverfahren sind teuer. Die TU Bergakademie Freiberg will eine kostengünstigere Technologie entwickeln.

Bild: © AdobeStock/dottedyeti

Am Samstag, den 21. November, startet zum elften Mal die Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV). Bis zum 29. November finden in ganz Deutschland über 1000 Aktionen rund um das Thema Abfallvermeidung statt. In diesem Jahr steht die Woche unter dem Motto „Invisible Waste: Abfälle, die wir nicht sehen – schau genau hin!“.

Aufgrund des gegenwärtigen Infektionsgeschehens werden viele Aktionen digital durchgeführt. Koordiniert wird die EWAV in Deutschland durch den Verband kommunaler Unternehmen (VKU). „Die Europäische Woche der Abfallvermeidung soll uns dieses Jahr dazu animieren, hinter die Kulissen zu blicken, um Abfälle auch dort zu vermeiden, wo sie uns auf den ersten Blick verborgen bleiben“, sagt Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamts. Die umweltschonende Antwort auf weiterhin steigenden Ressourcenverbrauch und immer mehr Abfall heiße Vermeidung.

Der Kreislauf des Mülls

„Abfälle entstehen auch dort, wo wir sie nicht auf den ersten Blick sehen, etwa bei der Produktion, beim Transport von Konsumgütern oder auch beim Online-Shopping, bei dem große Mengen von zusätzlichem Verpackungsmaterial anfallen“, anaysiert VKU-Vizepräsident Patrick Hasenkamp.

Ein weiteres Beispiel sei Mikroplastik: Es befinde sich in vielen Kosmetikartikeln, könne sich als Faser beim Waschen synthetischer Kleidung herauslösen oder entstehe durch den Abrieb von Autoreifen. „Durch Abwässer gelangt es schließlich zurück in die Natur und von dort aus sogar wieder auf den eigenen Teller“, mahnt Hasenkamp.

Deutschlandweite Aktionen

Im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung organisieren deutschlandweit zahlreiche Akteure aus Kommunen, Wirtschaft, Bildung und Zivilgesellschaft Veranstaltungen und Aktionen wie Bildungsprogramme, Diskussionsrunden oder Ausstellungen. Die Aktionswoche richtet sich in besonderem Maße an Bildungs- und Kultureinrichtungen, Vereine, Behörden, Unternehmen und Privatpersonen, die in ihrer Arbeit einen Fokus auf die Wissensvermittlung legen.

Die zentrale Auftaktveranstaltung findet am 23. November 2020 von 10 bis 12.30 Uhr online statt. Die Teilnahme daran ist kostenlos. Programm und Anmeldung finden Sie hier.

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