Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron, Stadtreinigungsexpertin Sandra Hilzendegen und Falk Pfersdorf, EWL-Vorstand, bei der Aktion auf dem Landauer Rathausplatz.

Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron, Stadtreinigungsexpertin Sandra Hilzendegen und Falk Pfersdorf, EWL-Vorstand, bei der Aktion auf dem Landauer Rathausplatz.

© Enwag

Rund 3.000 Liter Abfall sind am vergangenen Wochenende in den Grünanlagen im pfälzischen Landau angefallen. Das, was die Dienstleister der Stadt aktuell dreimal in der Woche im Goethepark, Schillerpark und im Südpark einsammeln, hat der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) auf dem Rathausplatz ausgestellt. „Wir wollen den Blick schärfen, wie diese Entwicklung den öffentlichen Raum beeinträchtigt“, erklärte Bürgermeister Maximilian Ingenthron, zugleich Verwaltungsratsvorsitzender des EWL.

Die Beseitigung des Abfalls in den Landauer Grünanlagen geht erheblich ins Geld – die Steuerzahler müssen für die Müllentsorgung jährlich 30.000 Euro berappen. „Vermeiden wäre günstiger – in doppeltem Sinne“, ergänzt EWL-Vorstandsmitglied Falk Pfersdorf. Gemeinsam mit EWL-Mitarbeitern suchte er am Montag den Dialog mit Passanten auf dem Rathausplatz. Die meisten Bürger waren überrascht, dass ein solches Abfallvolumen an einem einzigen Wochenende zustandekommt.

„Littering“ als bundesweites Problem

Die Sauberkeit in seiner Stadt hat der Landauer Bürgermeister durch ein Gutachten dokumentieren lassen, sie hat sich im Vergleich zur ersten Analyse von vor knapp zehn Jahren demnach verbessert. Das Reinigungsergebnis der Innenstadt bezeichnet das Gutachten sogar als sehr gut. Handlungsbedarf besteht aber nach wie vor in den Grünanlagen. Bundesweit beschäftigt alle Kommunen der Aufwand für das „Littering“, so wird das Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum landläufig bezeichnet.

Zu den Abfall-„Hotspots“ zählt wie überall auch in Landau die Fußgängerzone, in der die Mitarbeiter des EWL-Bauhofes für Sauberkeit sorgen. Dort werden die Abfallbehälter am Wochenende täglich, wochentags sogar zweimal täglich geleert. „Das leisten wir schon viele Jahre. Dem steigenden Abfallaufkommen begegnen wir seit 2016 mit deutlich größerem Behältervolumen“, berichtet Falk Pfersdorf. (sig)

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