Das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde liegt im Süden Brandenburgs. Mit einer Leistung von 3000 MW ist es nach den RWE-Meilern Neurath und Niederaußem das drittgrößte Kraftwerk Deutschlands.

Das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde liegt im Süden Brandenburgs. Mit einer Leistung von 3000 MW ist es nach den RWE-Meilern Neurath und Niederaußem das drittgrößte Kraftwerk Deutschlands.

Bild: © Leag

Die Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) plant die Errichtung und den Betrieb eines Sekundär-Rohstoff-Zentrums (SRZ), wie das Unternehmen mitteilte. Ab 2023 sollen überwiegend mineralische Abfälle aus Bau- und Abbrucharbeiten angenommen, aufbereitet und zwischengelagert werden. Dies geschieht zukünftig auf einem Teil des heutigen Jänschwalder Tagebaugeländes. Hauptzweck ist die Herstellung qualitätsgesicherter Recyclingprodukte und -baustoffe, die beispielsweise für den Straßenbau einsetzbar sind.

Derzeit wird das Genehmigungsverfahren für das SRZ vorbereitet. Die Leitung obliegt dem Landesamt für Umwelt. Das Unternehmen möchte den Antrag in den kommenden zwölf Monaten erarbeitet haben. Zunächst beginnt der Scoping-Prozess, bei dem Inhalt, Umfang und Methoden für die Umweltverträglichkeitsprüfung des Vorhabens festgelegt werden.

Zukunftsperspektiven für die Lausitz

"Mit dem vorliegenden Kohleausstiegsszenario und der entsprechenden Anpassung unserer Revierplanung kommen auf den Bergbau Rückbau- und Entsorgungsverpflichtungen zu, die sich über mehrere Jahrzehnte erstrecken werden", erklärt Leag-Bergbauvorstand Uwe Grosser. Mit den Planungen und in enger Abstimmung mit den öffentlichen Stellen soll dafür rechtzeitig vorgesorgt werden. "Zugleich können wir mit der Nutzung unserer Anlagen und unseres Know-hows für einen weiteren Lausitzer Standort Perspektiven eröffnen", so Grosser weiter.

Am geplanten Standort ist eine Nachnutzung der bestehenden Infrastrukturen wie Hallen, Straßen, Schienenanlagen und Mediennetze vorgesehen. Auf der Betriebsfläche sollen darüber hinaus Aufbereitungsanlagen sowie entsprechende Lager- und Umschlagflächen errichtet werden. Der Standort ermöglicht zudem, einen Teil des An- und Abtransports per Schiene zu realisieren. Neben dem SRZ plant das Bergbauunternehmen die Errichtung einer Deponie, um nicht verwertbare Abfälle entsorgen zu können. (gun)

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