Wer seine Verkaufsverpackungen nicht beim Verpackungsregister Lucid anmeldet, riskiert ein Verkaufsverbot und Bußgelder.

Wer seine Verkaufsverpackungen nicht beim Verpackungsregister Lucid anmeldet, riskiert ein Verkaufsverbot und Bußgelder.

Bild: © Veit Kern/pixelio.de

Um das Verpackungsrecycling in Deutschland zu optimieren, bringt die Initiative Gelbe Tonne (Geton) seit Herbst 2018 Hersteller von Verpackungen, Markenunternehmen, duale Systeme, die Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft und jetzt auch Handelsunternehmen zusammen.

Aufgrund des neuen Verpackungsgesetzes mit neuen Kontrollverfahren und hohen Recyclingquoten versucht Geton mit den beteiligten Unternehmen das bestehende System zu verbessern und wirbt für eine höhere Akzeptanz der Gelben Tonne/Säcke. Dazu startet die Initiative mit Lidl, Kaufland und dem Dualen System der Schwarz-Gruppe "Prezero Dual" im September eine bundesweite Aktion, die sich gezielt an die Verbraucher richten soll. Im Rahmen einer Informationstour sollen die Kunden vor den Filialen auf die richtige Abfalltrennung hingewiesen werden, die entscheidend für ein ganzheitliches Recyclingsystem sei.

"Wenn Recycling funktionieren soll, müssen alle mithelfen"

"Mit der internationalen Plastikstrategie REset Plastic liefert die Schwarz Gruppe einen globalen Lösungsansatz zum schonenden Umgang mit Ressourcen und zur Reduzierung von Plastikmüll. Dazu gehört auch, dass wir Bürger aktiv informieren wollen, welchen wichtigen Beitrag sie zu mehr Recycling leisten können", erklärt Dietmar Böhm, Geschäftsführer des Entsorgungs- und Recyclingunternehmens der Schwarz Gruppe, PreZero und ergänzt: "Wenn Recycling in Deutschland funktionieren soll und wir damit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten wollen, müssen alle - Produzenten, Händler, Entsorger und Recycler - mithelfen. Und eben auch die Verbraucher."

Wie wichtig die "Stellschraube" Informationen ist, zeige aktuell eine Kampagne der dualen Systeme unter dem Motto "Mülltrennung wirkt". Bei dem regional begrenzten Pilotprojekt in Euskirchen hätte eine Informationsoffensive nach drei Monaten eine deutliche Verbesserung bei den Sortierergebnissen ergeben, weshalb die Kampagne im kommenden Jahr bundesweit ausgerollt werden soll. (pm)

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