Nach zähen Verhandlungen in den vergangenen zwei Jahren könnte Remondis nun tatsächlich beim Grünen Punkt einsteigen.

Nach zähen Verhandlungen in den vergangenen zwei Jahren könnte Remondis nun tatsächlich beim Grünen Punkt einsteigen.

Bild: © Marcel Kusch/dpa

Remondis will nach Medienmeldungen einige Teile der Veolia Umweltservice West übernehmen. Am 24. April 2020 wurde im Rahmen einer "strategischen Entscheidung mit der Remondis-Gruppe eine Vereinbarung über die Übertragung eines Teils der Betriebe und Anlagen der Veolia Umweltservice West GmbH, mit Ausnahme der Kunststoffwerke Morschheim/Planig und Salzgitter, sowie eines Betriebes in der Region Süd getroffen“, lässt sich die stellvertretende Leiterin Unternehmenskommunikation der Veolia Umweltservice GmbH, Diana Scheerschmidt, zitieren. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskartellamt, die nach Branchenmeinung als sicher gilt.

„Veolia wird sich mit seinen Entsorgungsaktivitäten künftig auf die Regionen im Norden, Osten und Süden Deutschlands konzentrieren. Im Rahmen der Restrukturierung sollen auch einige Betriebe der Region West mit allen dazu gehörenden Assets verkauft werden“, hatte die Tochter des französischen Entsorgungsriesen Ende 2019 mitgeteilt.

Entsorgung in Aschaffenburg

Zu den „Assets“, die in diesem Zug an Remondis veräußert werden, sollen auch Entsorgungsdienstleistungen für die Rest- und Biomülltonnen im Landkreis Aschaffenburg gehören. Veolia, die in Deutschland zu den führenden Kunststoffrecyclern gehört, hatte erst im Januar 2019 nach einer öffentlichen Ausschreibungen den Zuschlag bekommen.

Der französische Veolia-Konzern will in den nächsten Jahren seine Effizienz stark steigern. Bei der Vorstellung des „Strategischen Programms“ für die Jahre 2020 bis 2023 hatte Antoine Frérot, Chairman und CEO von Veolia, am 28. Februar als Ziel für die Drei-Jahres-Periode einen „soliden Wachstumskurs“ beim Umsatz vorgegeben, Kosteneinsparungen von 1 Mrd. Euro durch Effizienzsteigerungen und ein EBITDA von 4,7 bis 4,9 Mrd. Euro. Ende 2019 lag das EBITDA bei 4,0 Mrd. Euro. (hp)

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