In Rom: Eine Frau löst in einem Automaten alte Plastikflaschen gegen U-Bahn- und Bustickets ein.

In Rom: Eine Frau löst in einem Automaten alte Plastikflaschen gegen U-Bahn- und Bustickets ein.

Bild: © Annette Reuther/dpa

In der italienischen Hauptstadt können pFahrgäste alte Plastikflaschen gegen Tickets im ÖPNV tauschen. Dabei stecken die Passagiere die Plastikflaschen in einen Automaten, der via App Geld für Tickets auf das Telefon lädt.

Bisher stehen nur in drei Metrostationen solche Automaten – aber vor denen bilden sich stets lange Schlangen. Für jede Flasche gibt es über das System "+ Ricicli + Viaggi" (recycle und reise) fünf Cent.

Rom hat chronische Müllprobleme

Einen Monat nach der Einführung im Sommer konnten bereits 100.000 Plastikflaschen auf diese Weise eingesammelt werden, wie die Verkehrsbetriebe mitteilten.

Rom sei die erste europäische Hauptstadt mit einem solchen System, sagte Bürgermeisterin Virgina Raggi. Italiens Hauptstadt erstickt im Müll. Fast überall in der Stadt quellen die Tonnen täglich über. Mindestens genauso problematisch wie der Abfall ist der öffentliche Nahverkehr.

Veralteter ÖPNV

Das U-Bahn-Streckennetz hat nur drei Linien. Die Busse sind oft veraltet und gehen wegen schlechter Wartung regelmäßig in Flammen auf.

Dafür sind die Tickets günstig: Pro Fahrt bezahlt man 1,50 Euro. In Italien gibt es bisher kein flächendeckendes System für Pfandflaschen, das dem deutschen System vergleichbar wäre. (dpa/ab)

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