Von Ariane Mohl
Ex-EWE-Vorstand Urban Keussen wechselt zum Windenergie-Start-up Nextwind mit Sitz in Berlin. Dort wird er die Funktion des COO übernehmen.
Keussen soll das Wachstum von Nextwind mit vorantreiben, wie das Unternehmen mitteilt. "Mit seiner langjährigen Erfahrung wird er uns bei der Optimierung von Prozessen und dem weiteren Ausbau des Portfolios maßgeblich unterstützen", lässt sich Ewald Woste, Executive Chairman und Mitgründer, zitieren.
Nextwind wurde 2020 gegründet und hat nach eigenen Angaben 37 Windparks im Portfolio. Mehr als 260 Altanlagen sollen in den kommenden drei Jahren repowert werden. Das Unternehmen will dabei auf effiziente Genehmigungsverfahren setzen, heißt es aus der Pressestelle. Gleichzeitig plant das Unternehmen Investitionen in neue Anlagen im Wert von mehreren hundert Millionen Euro.
Ambitionierte Ziele
Die Ziele sind ambitioniert: Bis 2028 soll eine Gesamtkapazität von 3 Gigawatt erreicht werden. Man wolle eine "Spitzenposition in der Windkraftbranche" einnehmen, so das Unternehmen.
Urban Keussen hatte im Juli 2024 überraschend angekündigt, EWE "aus persönlichen Gründen" zu verlassen. Keussen (Jahrgang 1964) gehörte seit März 2018 dem EWE-Vorstand an. Der aus Bonn stammende promovierte Physiker startete seine Karriere 1993 beim Eon-Vorgängerunternehmen Preussen Elektra und wechselte mit der Fusion im Jahr 2000 als Bereichsleiter Netztechnik zu Eon. Von 2003 bis 2010 war Keussen als Geschäftsführer der Eon Netz und dann als Bereichsleiter Technologie und Innovation des Eon-Konzerns tätig.
Im Jahr 2014 wechselte Keussen zum Übertragungsnetzbetreiber Tennet als stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Tennet Holding B.V und Vorsitzender der Geschäftsführung der deutschen Tochtergesellschaft Tennet TSO.
Noch im Juni 2024 wurde Keussen zum Präsidenten des europäischen Stadtwerke-Spitzenverbandes Cedec gewählt. Diesen Posten hat nun VKU-Vize Kai Lobo übernommen.
