Dirk Klingen hat im neuen Jahr als "Senior Advisor" bei Tilia begonnen. Dies ließ die Zentrale des deutsch-französischen Dienstleistungs- und Beratungsunternehmens in Leipzig über eine PR-Agentur mitteilen. Klingen wies eine mündliche Angabe dieser Agentur gegenüber der ZfK zurück, dass er dort nun fest angestellt sei. Der 44-jährige Betriebswirt war bis November Sprecher der Geschäftsführung der Steag New Energies. So steht es im Handelsregister. Das Unternehmen ist eine Tochter der Essener Steag für Erneuerbare-Energien-Anlagen und Contracting.
Die Tilia-Geschäftsführer Christophe Hug und Stephan Werthschulte begründen ihre Auswahl damit, Klingen kenne sich "in den zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern der dezentralen und erneuerbaren Energien ausgezeichnet" aus. Für ihn ist der Wechsel eine Rückkehr in den Beraterberuf, den er nach Stationen bei Eon und vor der Steag von 2013 an ausgeübt hatte.
Frankreichgeschäft gewohnt
Auch der deutsch-französische Ansatz von Tilia ist Klingen geläufig. Vorigen August, noch als Steag-New-Energies-Chef, sagte er der "Saarbrücker Zeitung", sein Unternehmen investiere nur noch in französische Windparks unter 18 MW Gesamtleistung statt in deutsche Anlagen, da sie fix 7,5 Cent pro kWh bekommen. Deutsche Anlagen erzielten damals im Ausschreibungsregime nur noch zwischen 3,8 und 6,3 Cent pro kWh. In Frankreich betreibt Steag New Energies sieben Windparks mit einer Gesamtleistung von 94 MW, zusammen mit Allianz Global Investors.
Tilia ist ein von sieben Inhabern geführtes Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen. Gegründet wurde es 2009. Mehr als 100 Mitarbeiter an verschiedenen deutschen Standorten sowie in Paris unterstützen Versorger, Stadtwerke, Städte und Kommunen sowie Industrieunternehmen in den Bereichen Energie, Wasser, Umwelt und Energieeffizienz. (geo)
Diese Meldung wurde am 21. Januar 2019 korrigiert und um Angaben Klingens zu seinem arbeitsvertraglichen Status ergänzt. (geo)



