Gegenstand des Future Talents Reports 2023 ist die Wahrnehmung der Arbeitgeberqualität und des Markenimages durch Praktikant:innen und Werkstudent:innen. Die Studie stammt vom Beratungsunternehmen Clevis Consult. Bei der Umfrage gaben 71 Prozent an, dass ihre Erwartungen, die sie vorher an das Praktikum hatten, voll und ganz erfüllt wurden. Im vorherigen Jahr lag der Wert bei 79 Prozent.

Darüber hinaus stimmten 75 Prozent der Befragten zu, dass sie in ihrem Praktikum ein soziales Netzwerk aufbauen konnten. 44 Prozent haben auch privat Kontakt mit den Kolleg:innen. Rund 18 Prozent haben indes überhaupt keinen Kontakt zu Kolleg:innen. Laut Clevis Consult könnte es sich hierbei um jene handeln, die vermehrt im Homeoffice arbeiten. Denn mit der Corona-Pandemie erhielt das Homeoffice Einzug. 73 Prozent der Befragten gaben an, in ihrem Unternehmen die Möglichkeit diesbezüglich zu erhalten. Das Unternehmen rät Arbeitgebern dazu, solche Mitarbeiter:innen vermehrt auch digital ins Team zu integrieren, beispielsweise durch virtuelle Afterwork-Treffen.

Indes hat die Zufriedenheit mit den Führungskräften leicht abgenommen. Während 2021 noch 50 Prozent angaben, sie wären voll und ganz zufrieden mit ihrer direkten Führungskraft, liegt der Wert 2023 bei 40 Prozent. Trotzdem zeigen sich 35 Prozent insgesamt zufrieden mit ihren Vorgesetzten.
Einen eher geringen Einfluss auf die Arbeitgeberqualität hat das Gehalt. Circa 16 Prozent der Befragten stimmten zu, dass sie ihr Unternehmen wegen des Gehaltes gewählt haben. Aber der Erwerb beruflicher Kenntnisse und die Ausbildung stünden laut Clevis in Vordergrund. Arbeitgeber, deren stärkstes "Lockmittel" bisher das Gehalt war, sollten laut dem Unternehmen umdenken. Darüber hinaus rät Clevis Consult, das eigene "Arbeitgeberimage zu verbessern, Bewerbungen über verschiedene Kanäle wie Social Media zu generieren und anschließend den Einstellungsprozess für Bewerber:innen zu verkürzen". (gun)
