Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Berufstätigen sieht ihre Tätigkeit zumindest teilweise als Homeoffice-geeignet an.

Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Berufstätigen sieht ihre Tätigkeit zumindest teilweise als Homeoffice-geeignet an.

Bild: © Britta Pedersen/dpa

Obwohl derzeit überall auf der Welt Impfungen gegen Covid-19 durchgeführt werden und Unternehmen in einigen Ländern langsam wieder die Büros für ihre Mitarbeiter öffnen, herrscht immer noch große Unsicherheit darüber, wie es weitergeht und wie die Zukunft der Arbeit aussehen wird. In einem Punkt gibt es aber weitgehend Einigkeit: Die Art und Weise, wie wir einst gearbeitet haben, hat sich für immer verändert. Es überrascht daher nicht, dass sich auch die Wünsche und Bedürfnisse der Mitarbeiter geändert haben.

Was wünschen sich die Mitarbeiter also heute? Und wie sieht die kurz- und langfristige Zukunft sowohl für Mitarbeiter als auch für Unternehmen aus? Um das herauszufinden, hat Benify, eine Plattform für Benefits & Total Rewards zur Steigerung des Engagements von Mitarbeitern, 58.000 Mitarbeiter in ganz Europa befragt. Im Folgenden eine Zusammenfassung der Ergebnisse des „Future of Work Report: Mitarbeiter-Benefits und Arbeits-Trends in Europa“.

Essenszuschüsse passen nicht mehr

Aufgrund der Schließung von Büros und der Tatsache, dass das Zuhause nun auch häufig der Arbeitsplatz ist, haben viele Mitarbeiter-Zusatzleistungen, die einst gefragt waren und als attraktiv galten, nicht mehr die gleiche Wertigkeit. Das betrifft zum Beispiel Zuschüsse zum Mittagessen oder vergünstigte Jahreskarten für den öffentlichen Nahverkehr.

Umfrageteilnehmer sollten unter anderem das aktuelle Benefit-Angebot ihres Unternehmens auf einer Skala von 0 bis 10 danach bewerten, ob es die derzeitige Situation widerspiegelt. Nur 20 Prozent der Teilnehmer in Deutschland vergaben eine 8 oder mehr, 33 Prozent jedoch eine 3 oder schlechter.

Größere Auswahl

Was würde also dazu beitragen, dass Mitarbeiter heute zufriedener hinsichtlich der Zusatzleistungen sind? Befragte in allen Ländern gaben an, dass sie sich in erster Linie eine größere Auswahl an Vergünstigungen wünschen, gefolgt von klareren Informationen und besser auf ihre Bedürfnisse angepasste Benefits.

Auf die Frage, welche Zusatzleistungen sie sich von ihrem Arbeitgeber wünschen würden, die ihnen heute noch nicht angeboten werden, gab die überwältigende Mehrheit an, dass sie gerne finanzielle Benefits wie Boni, Gewinnbeteiligungen und Firmenanteile erhalten würden.

Förderung der Work-Life-Balance

Auch wenn Unternehmen in einigen Ländern bereits damit begonnen haben, ihre Mitarbeiter wieder im Büro arbeiten zu lassen, sind Experten überzeugt, dass die Pandemie das Ende des traditionellen 9-to-5-Büroalltags eingeläutet hat. Ob Vollzeit, Teilzeit oder etwas dazwischen – es ist klar, dass das Homeoffice zunehmen wird. Das zeigt auch die Benify-Umfrage. Danach wollen 51 Prozent der Deutschen gerne mehr von zu Hause aus arbeiten als vor der Pandemie.

Welche Benefits werden also in Zukunft für die Mitarbeiter am wichtigsten sein? Während die Antworten in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich ausfallen, besteht Einigkeit darüber, dass es einen Bedarf an Nebenleistungen geben wird, die an die Arbeit zu Hause angepasst sind. Das könnten ergonomische Stühle, zusätzliche Computermonitore usw. sein. Auch die Förderung der Work-Life-Balance oder der psychischen Gesundheit sowie Angebote zu Urlaub und Arbeitszeit stoßen auf großes Interesse.

Die gefragtesten Vergünstigungen

Die Benefits, die sich Angestellte am meisten wünschen, variieren von Land zu Land. In Deutschland sind laut der Benify-Studie das die Top 3:



















  • mehr Urlaub oder kürzere Arbeitszeiten (69 %)
  • Angebote zur Aus- und Weiterbildung (46 %)
  • Gesundheitsvorsorgeleistungen (38 %).  (hp)
Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper