Der Oberbürgermeister der Stadt Tuttlingen (Baden-Württemberg), Michael Beck (CDU), ist neuer Verbandsvorsitzender der Bodensee-Wasserversorgung (BWV). Bei der Verbandsversammlung in Ludwigsburg wurde Beck in das Ehrenamt gewählt, wie der BWV mitteilt.
320 baden-württembergische Städte und Gemeinden werden von der Bodensee-Wasserversorgung mit Trinkwasser beliefert. Auch Tuttlingen bezieht – neben den eigenen Wasserförderungen der Stadtwerke Tuttlingen (SWT) – einen großen Teil des Trinkwassers aus dem Bodensee.
Amtszeit bis 2023
Becks Vorgänger als Verbandsvorsitzender, Jürgen Zieger, schied Ende September aus seinem Amt als Oberbürgermeister der Stadt Esslingen aus. Damit endete auch sein Verbandsvorsitz.
Der studierte Jurist Beck ist seit 2004 Oberbürgermeister der Stadt Tuttlingen. Seine Amtszeit bei der BWV dauert bis 2023. Sein Stellvertreter ist der Stuttgarter Oberbürgermeister Frank Nopper.
Herausforderung Klimawandel
"Über vier Millionen Menschen werden mit Wasser aus dem Bodensee versorgt", so Beck, "ich freue mich, hier Verantwortung übernehmen zu können."
Wie alle Wasserversorger stehe die BWV vor immer schwereren Aufgaben, so Beck weiter. "Die Folgen des Klimawandels spüren wir hautnah."
Gegen sinkende Pegel
Bereits in den letzten Jahren habe die BWV mit einem sinkenden Bodenseepegel zu kämpfen gehabt. Gleichzeitig haben immer mehr Kommunen Interesse an einem Anschluss an die BWV.
Um diese Aufgaben zu bewältigen, habe die BWV das Projekt "Zukunftsquelle" gestartet. Es sieht unter anderem ein neues Seewasserwerk bei Sipplingen sowie eine neue Druckleitungstrasse vor. (jk)



