Gerhard Holtmeier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21), wird nach Ablauf seines bis zum 30. September 2028 laufenden Anstellungsvertrags nicht für eine Verlängerung zur Verfügung stehen.
Holtmeier habe Gesellschafter, Aufsichtsrat und Betriebsrat frühzeitig über seine Entscheidung informiert, auch um "einen ausreichenden zeitlichen Rahmen für eine sorgfältige Nachfolgeplanung zu ermöglichen", teilte DEW21 mit.
Neuausrichtung nach Krise
Holtmeier war Anfang Juni 2023 zunächst als Interimsgeschäftsführer bestellt worden und übernahm zum 1. Oktober 2023 den Vorsitz der Geschäftsführung. Gemeinsam mit seinen Kollegen Peter Flosbach und Matthias Klein-Lassek habe er die DEW21-Gruppe durch eine "äußerst kritische Phase" geführt, stabilisiert und neu ausgerichtet, heißt es in der Mitteilung weiter.
Gesellschafter und Betriebsrat würdigten Holtmeiers Beitrag zur Stabilisierung der DEW21-Gruppe. Jörg Jacoby, Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Stadtwerke (DSW21) sowie Aufsichtsratsvorsitzender und Mehrheitsgesellschafter der DEW21, dankte Holtmeier etwa dafür, in einer "ausgesprochen anspruchsvollen Situation" Verantwortung übernommen und "entscheidende Weichen für ihre Zukunft" gestellt zu haben.
Bilanz deutlich verbessert
Im Frühjahr 2024 war es bei der Tochter Stadtenergie zu massiven Fehlern in den Strom- und Gasabrechnungen gekommen. Davon waren mehr als 120.000 Kundinnen und Kunden betroffen; im Herbst desselben Jahres liefen umfassende Korrekturen und Rückzahlungen an.
Diese Krise verursachte Kosten in Millionenhöhe und sorgte für Diskussionen über Gewinnausschüttungen an die Muttergesellschaft DEW21. Inzwischen hat sich das Unternehmen stabilisiert, was sich in einer deutlich verbesserten Jahresbilanz 2025 widerspiegelt.