Bisher wird der Energieversorger EMB Energie Brandenburg von einer dreiköpfigen Geschäftsführung geleitet. Ab Juni dieses Jahres wird dauerhaft aus der Dreier- eine Doppelspitze, bestehend aus den bisherigen Geschäftsführern Leif Christian Cropp und Kathrin Jung. Cropp übernimmt ab Juni zudem den Vorsitz der Geschäftsführung.
Hintergrund für die Verkleinerung ist die Pensionierung des langjährigen Geschäftsführers und Vorsitzenden der Geschäftsführung, Jens Horn Ende Mai. Der promovierte Physiker ist seit 15 Jahren Mitglied der Geschäftsleitung, zwischen Juli 2015 und August 2023 war er Alleingeschäftsführer der Gasag-Tochter EMB. Nach der Verschmelzung mit der Spreegas auf die EMB wurden Kathrin Jung und im Oktober 2023 zusätzlich Leif Christian Cropp Mitglieder der Geschäftsführung.
Heutiger Versorger ist Resultat mehrerer Fusionen
"Seit seiner Berufung zum Geschäftsführer im Jahr 2011 hat Jens Horn Energie Brandenburg vom regionalen Erdgasversorger zum Energiedienstleister für ganz Brandenburg entwickelt – und damit einen nachhaltigen Beitrag für die Gasag-Gruppe geleistet", dankte Georg Friedrichs, Vorstandsvorsitzender der Gasag AG.
Horns Tätigkeit als Geschäftsführer begann mit dem Verschmelzungsprozess der Havelländische Stadtwerke GmbH (HSW) auf die damalige EMB Energie Mark Brandenburg GmbH, der im Oktober 2012 abgeschlossen wurde. Mit der Verschmelzung der Schwestergesellschaft Spreegas auf die umfirmierte EMB Energie Brandenburg GmbH im September 2023 erweiterte sich das Tätigkeitsgebiet des Unternehmens in den Süden Brandenburgs und bis in Teile Sachsens und Sachsen-Anhalts. Den Abschluss der Entwicklung zum Energiedienstleister für ganz Brandenburg bildete laut Pressemitteilung die Zusammenführung der bis dahin eigenständigen Marken EMB und Spreegas zur einheitlichen Marke "Energie Brandenburg“ im Jahr 2025.
Einstieg in überregionalen Vertrieb
Mit der Vergrößerung des Unternehmens auf heute über 145.000 Gas- und Stromkundinnen und -kunden sei auch eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit einhergegangen. Diese sei entscheidend von Jens Horn vorangetrieben worden, heißt es weiter. Einerseits mit dem Vertrieb von Gas und Strom im gesamten Bundesgebiet. Andererseits mit der Entwicklung neuer Geschäftsfelder zur Umsetzung der Energie-, Wärme und Verkehrswende. Das Portfolio im Bereich der Energiedienstleistungen wurde durch den Vertrieb von Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und Wallboxen erweitert. Bereits Ende 2017 begann der Aufbau eines Netzes an Ladesäulen vor allem im Westen des Landes auf heute über 130 Ladepunkte im öffentlichen Raum.



