Marc Fischer hatte die Geschäftsführung der Stadtwerke Teterow Anfang 2025 übernommen, jetzt hat er das Unternehmen vorzeitig verlassen.

Marc Fischer hatte die Geschäftsführung der Stadtwerke Teterow Anfang 2025 übernommen, jetzt hat er das Unternehmen vorzeitig verlassen.

Bild: © Stadtwerke Teterow

Die angeschlagenen Stadtwerke Teterow in Mecklenburg-Vorpommern haben ihren Geschäftsführer Marc Fischer freigestellt. Der Kommunalversorger bestätigte auf ZFK-Anfrage einen entsprechenden Bericht der Lokalzeitung "Nordkurier" vom Wochenende. Grund sind unterschiedliche Auffassungen über die künftige Ausrichtung des Unternehmens, deshalb habe man sich im gegenseitigen Einvernehmen auf einen Aufhebungsvertrag verständigt, wird der Aufsichtsratsvorsitzende Ronny Kinne in dem Artikel zitiert.

Vor wenigen Tagen erst hatte die Stadt Teterow eine wichtige Ausfallbürgschaft für die Stadtwerke in Höhe von 1,6 Millionen Euro verlängert. Die Maßnahme sichere die Liquidität und damit den Fortbestand des kommunalen Versorgers, parallel wird an einem Sanierungsplan gearbeitet, hieß es in der Pressemitteilung der Kommune.

Hauptgrund ist offenbar nach wie vor die Insolvenz der Stadtwerke Laage, an der die Stadtwerke Teterow eine Beteiligung halten. Hinzukommen aber auch operative Gründe, wie die defizitäre Glasfasersparte.



Prokuristen übernehmen bis auf Weiteres die Leitung

Die Stadtwerke Teterow stehen zudem vor großen Investitionsherausforderungen. Bis 2040 sollen rund 70 Millionen Euro in die Wärmewende und den Stromnetzausbau investiert werden, hieß es bei Fischers Amtsantritt Anfang 2025. Da diese Summe nicht aus eigener Kraft gestemmt werden kann, wird ein strategischer Partner gesucht. Marc Fischer war vor seiner Zeit in Teterow über zwölf Jahre als Geschäftsführer bei den Stadtwerken Bad Bramstedt tätig.

Bis auf Weiteres werden die Stadtwerke Teterow von den drei Prokuristen Jenny Netzel, Andreas Grindel und Walter Bommer geführt. Im Laufe dieser Woche soll sich das Stadtparlament in einer Sondersitzung mit der aktuellen Situation bei den Stadtwerken Teterow befassen.

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