Ralph Hausmann, der Vorstand der Stadtwerke Rösrath, geht auf eigenen Wunsch vorzeitig zum 1. Oktober in den Ruhestand, wie die ZfK erfuhr. Eigentlich sollte er erst Ende 2022 aus dem Unternehmen ausscheiden.
Hausmann, der seit 23 Jahren an der Spitze der Stadtwerke steht, ist irritiert über das Vorgehen von Bürgermeisterin Bondina Schulze. Die Grünen-Politikerin will die Stadtspitze besser auf die Herausforderungen der Zukunft aufstellen, wie sie auf ZfK-Nachfrage erläutert. Die Herausforderungen durch die Energiewende seien so groß, dass es eine enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Stadtwerken brauche. Ihre Idee: Der oder die neue Technische Beigeordnete soll sich künftig auch um die Belange der Stadtwerke kümmern und zwar als ehrenamtliches Vorstandsmitglied des kommunalen Unternehmens.
Enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Stadtwerken
Sie wolle ein Bindeglied zwischen der Stadt und den Stadtwerken schaffen, so Schulze im Gespräch mit der ZfK. Schließlich habe auch Noch-Stadtwerkechef Ralph Hausmann vor seinem Wechsel zu dem kommunalen Unternehmen für die Stadtverwaltung gearbeitet. Diese Rückbindung sei ihr auch für die Zukunft wichtig. Schließlich wolle man die Stelle von Ralph Hausmann öffentlich ausschreiben. Ein eventuell aus der Privatwirtschaft kommender neuer Stadtwerke-Chef habe in der Regel - anders als Hausmann - keine Verwaltungserfahrung, daher die Lösung mit dem Technischen Beigeordneten.
Hausmann wiederum bedauert, dass er von der Neujustierung erst erfahren hat, als das Ganze schon beschlossene Sache war, wie er der ZfK sagte. Es sei für einen Stadtwerke-Vorstand wichtig, die Akzeptanz der Bürger, der Mitarbeiterschaft, aber auch der Stadtpolitik zu haben. Da er das Beste für die Stadtwerke wolle, habe er sich entschieden, seinen Ruhestand vorzuziehen. Bürgermeisterin Schulze wiederum bedauert diesen Schritt, sei aber natürlich bereit, Hausmanns Wunsch zu akzeptieren.
Freibad vor der Schließung gerettet
Während seiner Zeit bei den Stadtwerken hat Hausmann viele für die Stadt wichtige Projekte verantwortet, darunter etwa im Bereich der Abwasserbeseitigung. Besonders am Herzen liegt Hausmann die Rettung des Freibades Hoffnungsthal. Nachdem der Stadt das Geld für die Instandsetzung des Bades fehlte, sprangen die Stadtwerke ein. „Wir haben es grundsaniert und auf den neusten Stand gebracht“, so der Stadtwerke-Chef. (amo)

