Der langjährige Geschäftsführer Detlef Neuhaus hat den Solarmodulhersteller und Energiedienstleister Solarwatt verlassen. Neuhaus habe seine Aufgaben als CEO zum 1. Juli niedergelegt, teilte das Dresdner Unternehmen mit. Die Geschäftsleitung von Solarwatt übernehme kommissarisch der bisherige Finanzvorstand Benjamin Frank.
Neuhaus hatte die Geschäftsführung von Solarwatt im Juni 2012 von Firmengründer Frank Schneider übernommen. Zuvor war der Manager bereits für Vertrieb und Marketing im Vorstand des Unternehmens tätig.
Einvernehmliche Trennung
"Wir sind Herrn Neuhaus für seine 14-jährige Tätigkeit als CEO der Solarwatt sehr dankbar", erklärte Achim Wörner, Vorsitzender des Verwaltungsrats. "Er hat die Transformation des Unternehmens vom Modulhersteller zu einem integrierten Systemhaus engagiert, konsequent und mit Weitblick vorangetrieben."
Neuhaus und der Verwaltungsrat des Photovoltaik-Unternehmens hätten sich einvernehmlich darauf verständigt, den Vertrag nicht zu verlängern, heißt es in der Mitteilung weiter. "Ich bin dankbar, dass ich Solarwatt über einen langen Zeitraum lenken und gestalten durfte – und wünsche dem Unternehmen, seinen Kunden und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine gute und erfolgreiche Zukunft“, sagte Neuhaus.
Fokus auf Dienstleistungen
Die Zeiten für Solarwatt sind herausfordernd: Das Dresdner Unternehmen hatte zuvor bekanntgegeben, sowohl die Produktion von Modulen als auch von Batteriespeichern in Deutschland einzustellen. Grund war der hohe Wettbewerbsdruck, auch durch Hersteller aus China.
Solarwatt bleibt aber in Deutschland tätig und will sich künftig auf Dienstleistungen rund um PV-Anlage, Speicher, Wärmepumpe sowie auch E-Mobilität konzentrieren. Erst kürzlich hatte das Unternehmen einen neuen Installationsstandort in Leipzig/Halle eingeweiht. Neuhaus' Nachfolger soll demnach auch den eingeschlagenen Kurs fortsetzen. (jk)



