Alexander-Florian Bürkle bleibt Geschäftsführer des Stadtwerks am See in Friedrichshafen und Überlingen am Bodensee. Der Aufsichtsrat verlängerte seinen Vertrag ein Jahr vor Ablauf. Die Vertragsverlängerung sei eine Anerkennung für die hervorragende Entwicklung, die das Stadtwerk unter seiner Führung gemacht habe, betont Jan Zeitler, Aufsichtsratsvorsitzender des Stadtwerk am See und Oberbürgermeister von Überlingen.
Die "Ära Bürkle" sei für das Stadtwerk eine Zeit der wirtschaftlichen und ökologischen Erfolge, betont Zeitler. "Das Stadtwerk am See hat in den letzten Jahren seinen Unternehmenswert deutlich gesteigert – und das in einer Phase, in der einige in der Branche zu kämpfen hatten und gestrauchelt sind." Zeitler erinnert an Corona und die Turbulenzen der Energiekrise nach dem Kriegsausbruch in der Ukraine. Das Stadtwerk habe die Kunden durchgehend zuverlässig und – angesichts der wilden Preissprünge an den Börsen – zu günstigen Preisen weiter versorgt. "Und war dabei, was nicht selbstverständlich ist, auch wirtschaftlich erfolgreich."
Der Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung habe mit Bürkle enorm Fahrt aufgenommen, ebenso wie der Zuwachs bei der Glasfaser-Infrastruktur, zählt Zeitler auf. Mit der "Grünen Karte", der Kombikarte für Bus, Bahn, Schiff, Parken, Laden in Verbindung mit weiteren Vorteilen, habe das Stadtwerk bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Die Nahverkehrs-Gesellschaften in der SWSee-Gruppe hätten ihren Service verbessert – insbesondere der Stadtverkehr Friedrichshafen, der sein Angebot 2024 um 30 Prozent erweitert hat, aber auch der Stadtbus Überlingen als wichtige Zukunftsaufgabe. Zudem habe der Regionalversorger sein bundesweites Geschäft gewinnbringend ausgebaut. All diese Projekte könne und müsse man auch an der Person des Geschäftsführers festmachen.
Bürkle kam 2016 aus dem EnBW-Konzern an den Bodensee. Nach dem Weggang seines Vorgängers wurde er Allein-Geschäftsführer. "Das war so nicht geplant und hat nur funktioniert, weil ich ein tolles Führungsteam an meiner Seite habe", betont der Diplom-Kaufmann.
"Wir stehen im Branchenvergleich sehr gut da und sind mit neuen Produkten und Leistungen am Puls der Zeit", sagt Bürkle. Ausruhen will er sich nicht – im Gegenteil. "Wir sind wesentlicher Treiber der Wärme-, Strom- und Mobilitätszukunft in der Region. Der Weg zu bezahlbarer und klimaschonender Energie und Mobilität wird in den nächsten Jahren eher noch mehr Anstrengung von uns allen fordern." Gerade der Umbau auf erneuerbare und damit bezahlbare Wärme erfordere zunächst einmal hohe Investitionen. Alles eine Frage des Geldes? "Nein", meint Bürkle. "Geld allein baut keine Energiezukunft: Es braucht die richtigen Köpfe und Hände, um die Projekte umzusetzen. Und die haben wir." (amo)
