Eine Mitarbeiterin ist im Home-Office tätig und betreut ein Kind. (Symbolbild)

Eine Mitarbeiterin ist im Home-Office tätig und betreut ein Kind. (Symbolbild)

Bild: © Tetiana Soares/AdobeStock

Unternehmen, die ihren Mitarbeitern hochwertige Arbeitsplätze zur Verfügung stellen, liegen laut eigenen Angaben sowohl bei der Kundenzufriedenheit (35 Prozent) als auch der Mitarbeiterbindung (26 Prozent) über den Werten von Arbeitskräften in mangelhaft ausgestatteten Büros. Das hat eine Umfrage des britischen Meinungsforschungsinstituts Sapio gemeinsam mit dem Centre for Economics and Business Research (Cebr) im Auftrag des international tätigen Baudienstleisters ISG ergeben.

Rund zwei Drittel der Befragten können sich mittlerweile eine permanente Home-Office-Regelung vorstellen. Rund 1000 Arbeitnehmende und 250 Arbeitgebende hatten im Bundesgebiet teilgenommen.

Umsätze steigen um knapp 24 Prozent

Dabei kam offenbar auch heraus, dass das Büro wichtig bleibt. Die am meisten genannten Gründe für die Büronutzung waren das Zusammengehörigkeitsgefühl mit Kollegen, eine bessere Trennung zwischen Beruf und Privatleben und die Angst vor sozialer Isolation.

Klar ist jedoch: Investments in zeitgemäße Büros wirken sich positiv auf Unternehmensumsätze, Recruiting und Produktivität aus, so die Erfahrung der befragten Unternehmen. So stiegen zum Beispiel die Umsätze der Unternehmen, die in ihre Flächen investierten und Flex-Work einführten, um 23,5 Prozent. Darüber hinaus stellten 69 Prozent der Unternehmen mit Investments ins Büro und hybridem Arbeiten fest, dass eine Produktivitätssteigerung eingesetzt hat.

Büroflächen neu zugewiesen oder geteilt

"Mitarbeiter suchen den Kontakt zueinander, aber auch das Zugehörigkeitsgefühl zum Arbeitgeber wird durch qualitativ hochwertige Büros gestärkt", sagt Martyn Peters, Managing Director CEE von ISG. "Wir benötigen in Zukunft hochmoderne Büros, die dem veränderten Nutzungsverhalten Rechnung tragen." Agile Unternehmen müssten nicht nur in ihre Büroflächen investieren, sondern darüber hinaus eine Unternehmenskultur etablieren, in der flexibles Arbeiten auch gelebt werde.

Auf Arbeitgeberseite würden demnach bereits Konsequenzen aus den Entwicklungen während der Pandemie gezogen: Knapp ein Drittel der Befragten hat den Büroflächen teils neue Nutzungen zugewiesen, knapp ein Viertel hat Teile der Flächen für neue Services bereitgestellt oder diese mit anderen Unternehmen geteilt. Je knapp ein Drittel der befragten Unternehmen hat außerdem seine IT-Infrastruktur verbessert, höhere Hygienestandards eingeführt und legt größeren Fokus auf die Frischluftversorgung. (jk)

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