Kerstin Busch wird das technische Vorstandsressort in der Vattenfall Wärme Berlin übernehmen. Das hat der Aufsichtsrat entschieden.
Als Technische Geschäftsführerin der Berliner Stadtwerke ist sie seit 2018 für die Geschäftsfelder Technik und Vertrieb verantwortlich. Zudem ist sie Sprecherin der Gesellschaft. Sie hat an der TU Berlin Verfahrens- und Umwelttechnik studiert und dort auch im Bereich Bauingenieurwesen promoviert. Zusätzlich hat sie ein Wirtschaftsingenieurstudium an der Berliner Beuth-Hochschule für Technik absolviert. Sie war auch für Mannesmann und den MVV-Konzern tätig sowie für ein Ingenieurplanungsbüro für Solarmodul-Fabriken und in der Strategieberatung.
Wärmewende als Mammutaufgabe
Der Aufsichtsrat der Vattenfall Wärme hatte bereits im Jahr 2022 beschlossen, ein drittes, technisches Vorstandsressort zu etablieren. Begründet wurde dies mit Blick auf die große Aufgabe, die Transformation des Erzeugungsportfolios voranzubringen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit des Landes Berlins sicherzustellen. Busch wird sowohl für die Neubauprojekte zur Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung als auch die komplette Kraftwerksparte und den Betrieb und Ausbau des Fernwärmenetzes zuständig sein.
„Kerstin Busch ist eine großartige Persönlichkeit und Managerin, die unser Führungsteam bereichern und abrunden wird. Mit ihrer langjährigen Erfahrung in der Energiewirtschaft übernimmt sie die Federführung für den Umbau des Berliner Wärmesystems und die Sicherstellung der Versorgungssicherheit unserer Kundinnen und Kunden. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Kerstin“, lässt sich Christian Feuerherd, Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Wärme Berlin, in einer Mitteilung zitieren.
Rekommunalisierung der Wärme
In Berlin betreibt die Vattenfall Wärme Berlin AG mit rund 1700 Mitarbeitern das größte Fernwärmenetz Westeuropas mit 10 großen Heizkraft- und Heizwerken sowie 105 kleineren Blockheizkraftwerken und verschiedenen anderen Anlagen. Im Dezember 2023 hat Vattenfall bekannt gegeben, sein Berliner Wärmegeschäft vollständig an das Land Berlin zu veräußern. (amo)
