Der Telekommunikationsvertriebs-Experte Nelson Killius wird am 1. Dezember 2018 Sprecher der Geschäftsführung der kommunalen Provider-Kooperation M-Net.

Der Telekommunikationsvertriebs-Experte Nelson Killius wird am 1. Dezember 2018 Sprecher der Geschäftsführung der kommunalen Provider-Kooperation M-Net.

Bild: © M-Net

Der Aufsichtsrat der M-Net Telekommunikations GmbH hat Nelson Killius zum 1. Dezember zum Sprecher der Geschäftsführung bestellt. Dies teilte der führende Glasfaseranbieter Bayerns am Dienstag mit. Die Provider-Kooperation M-Met gehört den Kommunalversorgern aus München, Nürnberg, Augsburg, Erlangen, Fürth und Kempten.

Demnach blickt der studierte Mathematiker und Philosoph Killius auf mehr als 20 Jahre Führungserfahrung in der Medien- und Telekommunikationsbranche zurück. Zuletzt war er bei Vodafone Senior Vice President im Produktmanagement fürs Festnetz. Wohlgemerkt: war, denn sein fast zweijähriges Engagement dort endete bereits im Oktober 2016. Danach ging der heute 50-Jährige in ein Sabbatical. Diese Auszeit dauert bis heute an, mehr als zwei Jahre. So steht es in seinem Profil auf der Karriereplattform Xing.

Klarer Auftrag: Glasfaser-Marktführung ausbauen

Vor Vodafone waren Killius' Stationen eine 15-jährige Beratertätigkeit für McKinsey und dann Führungsfunktionen bei Kabel Deutschland, erst in Strategie und Finanzen, dann im Produktmanagement. Er war währenddessen an der Integration von Kabel in den Vodafone-Konzern maßgeblich beteiligt.

M-Net-Aufsichtsratschef Florian Bieberbach, Chef des Mehrheitseigners Stadtwerke München, begründet die Entscheidung für ihn wie folgt: "In Nelson Killius verbindet sich eine langjährige unternehmerische Erfahrung im Telekommunikationsmarkt mit einer ausgeprägten vertrieblichen Stärke und Kunden­orientierung." Seinen Auftrag an den neuen Chef formuliert er klar: Er soll im Tandem mit dem Technischen Geschäftsführer Hermann Rodler die führende Glasfaser-Stellung von M-Net in Bayern ausbauen.

Killius folgt Dorit Bode nach. Sie ist nach nur gut anderthalb Jahren "zum November 2018 aus dem Unternehmen ausgeschieden", heißt es einsilbig in der Pressemitteilung. Auf ZfK-Nachfrage nach den Gründen und nach dem fehlenden Dank teilte M-Net lediglich mit, man könne sich "generell nicht zu den Hintergründen von Personalveränderungen" äußern. Auch Dorit Bode war von Vodafone gekommen; sie hatte dort den Partnervertrieb neu gestaltet.

Ein Kommen und Gehen

In den letzten zweieinhalb Jahren war ohnehin Unruhe an der Spitze der M-Net, die man vordergründig als branchenüblich bezeichnen könnte, doch zuvor hatte Stabilität geherrscht. Dorit Bodes Vorgänger Jens Prautzsch war Mitte 2016 nach fünf Jahren "im gegenseitigen Einvernehmen" gegangen.

Auch der Technische Geschäftsführer Hermann Rodler ist erst seit November 2017 an Bord, nachdem Michael Fränkle nach zweieinhalb Jahren zu dem dänischen Provider TDC gewechselt war. Die Stelle der Kaufmännischen Geschäftsführerin wurde zudem eingespart, nachdem Simone Büber-Monath nach genau fünf Jahren Ende 2017 ausgeschieden war. Sie ist jetzt CFO des bayerischen Immobilienverwalters GBW, so ihr Xing-Profil. (geo)

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