Ein Erlkönig der anderen Art: Auch Busse müssen getestet werden, hier der E-Citaro von Daimler.

Ein Erlkönig der anderen Art: Auch Busse müssen getestet werden, hier der E-Citaro von Daimler.

Bild: © Daimler AG

Bei der Umstellung der ÖPNV-Busflotten auf alternative Antriebe haben die Städte ihre Ziele in den vergangenen Monaten deutlich erhöht. Dies zeigt das zweite „E-Bus-Radar“ der  Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC).

Frage nach der Lieferbarkeit

Wichtigstes Signal für eine sich stark erhöhende Umstellungsdynamik sind die Beschaffungsankündigungen für Busse mit alternativen Antrieben. Diese haben sich in den ersten sieben Monaten 2018 im Vergleich zu Ende 2017 auf 3243 rein elektrisch angetriebene Busse vervierfacht. Allein bis Ende 2019 soll es in deutschen Kommunen 400 Neuanschaffungen geben. „Ob diese Stückzahl tatsächlich lieferbar ist, wird noch spannend“, heißt es bei PwC. Ein weiterer Knackpunkt sei die Finanzierung der Neuanschaffungen, zumal auch umfangreiche Investitionen in die Ladeinfrastruktur erforderlich sind.

Die vier Top-Städte der Beschaffungspläne sind Berlin (1590 Neuanschaffungen geplant) sowie Kiel, Wiesbaden und Bremen (jeweils mehr als 200). Auf den Rängen 5 und 6 folgen Nürnberg (160) und Hamburg (117).

Deutsche Bushersteller treten in den Markt ein

Die meisten der bislang angekündigten neuen Busse sollen batterieelektrisch fahren – in den meisten Fällen zunächst einmal testweise. Weil nach erfolgreichen Tests mit weiteren Umstellungen zu rechnen ist, geht PwC von weiter steigenden Beschaffungsvorhaben aus. Damit wird der E-Bus-Markt auch attraktiver für die Hersteller. „Der Markteintritt der deutschen Hersteller bei batterieelektrisch betriebenen Bussen steht kurz bevor“, sagt Hansjörg Arnold, Partner und Leiter des Bereichs Infrastructure & Mobility bei PwC. Das werde dem Markt einen Bestellschub geben. (wa)

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