Der Beschluss der Ruhrgebietsstadt ist acht Jahre alt, doch konsequent umgesetzt wird er offenbar erst in diesem Jahr. Das Parken und Laden von Elektrofahrzeugen im Essener Zentrum ist seit kurzem kostenpflichtig. Das Auto darf zudem nur zwei Stunden stehen bleiben. Das Carsharing-Unternehmen
"Ruhrauto-e" zieht laut einem Bericht des "WDR" daraus nun seine Konsequenzen und hat den schrittweisen Rückzug aus Essen angekündigt.
"Während andere Städte die E-Mobilität als eine Chance für Verkehrs- und Umweltentlastung sehen, hat die Stadt Essen offenbar keine anderen Sorgen. Mit der verschärften Regelung wird eine Fortführung des E-Carsharing-Angebots zur Einstellung gezwungen", machte Firmengründer Andreas Allebrod gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Sender seinem Ärger Luft.
Laut Allebrod ist die Regelung im Ruhrgebiet ein absolutes Novum. Städte wie Bochum, Gelsenkirchen und Dortmund verzichteten auf Parkgebühren an Ladesäulen. In Essen werde dagegen lieber abkassiert, anstatt die E-Mobilität zu fördern, so Allebrod. Die Stadtverwaltung hingegen verweist auf einen Beschluss aus dem Jahr 2010. Laut diesem sollen E-Autos beim Parken nicht bevorzugt werden. Die neue Beschilderung wurde allerdings erst in den vergangenen Wochen installiert. (hoe)
Das Laden von Elektroautos soll einfacher und schneller werden.
Bild: © Johannes Wiesinger/pixelio.de
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