Der niederrheinische Regionalversorger NEW will die öffentliche Ladeinfrastruktur deutlich ausbauen. Bürger:innen können ab sofort mitentscheiden, an welchen Standorten Ladesäulen im Netzgebiet des Unternehmens platziert werden.
„Aus unserer Erfahrung wissen die Kunden und Kundinnen meistens selbst am besten, welche Standorte besonders geeignet sind“, sagt Johannes Vieten Kompetenzcenterleiter Ladelösungen & PV/Speicher bei der NEW. Das Unternehmen bekomme dadurch einen besseren Überblick, wo viele E-Autos unterwegs seien, und könne mögliche Lücken in der Infrastruktur sinnvoll schließen.
Zeitintensive Auswertung
An der Abstimmung kann sich laut Pressemitteilung grundsätzlich jeder beteiligen. Auf einer interaktiven Karte, die über die Website e-laden zur Verfügung gestellt wird, können neue Standorte mit einem Pin vermerkt werden. Ob die Vorschläge realisierbar sind, überprüft die NEW im Nachgang.
Falls ja, werde der jeweilige Standorte für die Abstimmung freigeschaltet. Andere Bürger:innen können dann unter https://www.e-laden.de/meine-wunschladesäule abstimmen, ob sie den Standort ebenfalls unterstützen. Hierfür können sie ein „Like“ oder „Dislike“ abgeben und Kommentare hinterlassen.
Aufgrund der zeitintensiven Auswertung rechnet die NEW damit, dass die ersten Wunschladesäulen 2023 gebaut werden können. Ein ähnliches Konzept, allerdings mit anderen Modalitäten und einem eigenen finanziellen Beitrag der Bürger:innen, verfolgt die Wiesbadener ESWE Versorgungs AG seit Ende vergangenen Jahres mit ihrer "Community-Ladesäule". (hoe)
