Wer kaum Möglichkeiten hat, sein Auto zu laden, kauft sich auch kein Elektrofahrzeug.

Wer kaum Möglichkeiten hat, sein Auto zu laden, kauft sich auch kein Elektrofahrzeug.

Bild: © mmphoto/stock.adobe.com

Von Daniel Zugehör

Die Stadtwerke Haldensleben (Sachsen-Anhalt) haben einen neuen Betreiber für ihr öffentliches Ladenetz gefunden. Seit Jahresbeginn betreibe das niedersächsische Energieunternehmen Q1 Energie die 32 Ladepunkte des kommunalen Versorger, teilte dieser jetzt mit.

Hintergrund ist, dass Stromnetzbetreiber seit dem 1. Januar 2025 nicht länger auch noch Ladenetze betreiben dürfen. Damit setzt Deutschland eine EU-Vorgabe um, die – wie es heißt – fairen Wettbewerb gewährleisten soll.

Ausnahmen gelten

Für kleinere Netzbetreiber mit bis zu 100.000 Kunden gilt eine Schonfrist. Diese hat der Bund vor kurzem bis Ende des Jahres 2026 verlängert. Um die Unbundlingvorgaben zu erfüllen, das Ladenetz jedoch nicht aus dem Blick zu verlieren, haben die Stadtwerke Kaiserslautern mit Partnern kürzlich eine eigene Gesellschaft namens "Ladestationen Südwest" gegründet.

Nutzerinnen und Nutzer der Haldenslebener Ladepunkte profitieren von einem "deutlich günstigeren" Preis von 49 Cent pro Kilowattstunde Ladestrom, so die Stadtwerke weiter. Ziel von Q1 Energie sei es, das Angebot für Elektromobilität konsequent auszubauen und ein flächendeckendes Netz an Ladepunkten zu bieten.

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