Das Forschungsprojekt „Zukunft.de“ ist vor knapp vier Jahren gestartet. Ziel war, mindestens 500 E-Transporter in der Zustellung auf der „letzten Meile“ einzusetzen. Das groß angelegte Forschungsvorhaben wurde nun beendet. Mit 1000 E-Fahrzeugen im gesamten Bundesgebiet wurde die Erwartung ums Doppelte übertroffen.
Zukunft.de steht für „Zustellverkehre kundenorientiert, nachhaltig, flexibel und transparent. Durch Emissionsfreiheit“. Mit den Projektfahrzeugen legten die Zusteller an rund 70 Standorten über die Projektlaufzeit mehr als 12 Mio. Kilometer zurück. Sie stellte 17,6 Mio. Sendungen zu und sparten dabei mehr als 13.000 Tonnen Kohlendioxid ein. Das Projekt sei ist mit einem breit aufgestellten Konsortium aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie einer engen Kooperation der Bundesländer Baden-Württemberg, Hamburg und Hessen in dieser Form einmalig gewesen.
Härtetest für die Transporter
Über eine reine Fahrzeugbeschaffung und Ladeinfrastrukturerrichtung ging das Vorhaben weit hinaus. Im Projekt wurden die Transporter einem echten Praxishärtetest unterzogen. Es wurden Kriterien definiert, wie Depotstandorte konzeptionell für den Einsatz von E-Transportern vorbereitet werden müssen. Außerdem wurden Lösungen zur Anpassung der betrieblichen Abläufe gefunden, die sich durch die Elektrifizierung ergeben.
Alle Schritte wurden vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, der Kühne Logistics University sowie der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) wissenschaftlich begleitet.
Alle vier Paketdienste wollen weitermachen
Für die beteiligten Paketdienste DPD, GLS, Hermes und UPS bedeutete das Projekt den Auftakt in eine flächendeckende Elektrifizierung der Zustellverkehre. Mittlerweile haben alle vier Unternehmen Konzepte zur weiteren Elektrifizierung ihrer Flotten – auch nach Abschluss des Projektes – entwickelt.
Am Projekt beteiligt waren außerdem Hysolutions, Daimler, Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung, Stromnetz Hamburg, Volkswagen, Mercedes-Benz Leasing, Volkswagen Leasing, e-mobil BW, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen sowie EnBW Energie Baden-Württemberg (wa)
