Autonome Shuttles sollen einen Beitrag zum Hamburg-Takt leisten, bei dem jeder Bewohner innerhalb von fünf Minuten ein Nahverkehrs-Angebot zur Verfügung haben soll.

Autonome Shuttles sollen einen Beitrag zum Hamburg-Takt leisten, bei dem jeder Bewohner innerhalb von fünf Minuten ein Nahverkehrs-Angebot zur Verfügung haben soll.

Bild: © ZF

Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften Aufgabenträger des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) können Fördermittel für autonome Fahrzeuge beantragen. Ein neuer Förderaufruf des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) richtet sich außerdem an kommunale und private Verkehrsunternehmen, an rechtsfähige Zweckverbände und Verkehrsverbünde sowie an Unternehmen des Güterkraftverkehrs.

Das BMV stellt dafür bis zu 14 Millionen Euro bereit. Gefördert werden Vorhaben, die autonome Fahrzeuge dauerhaft im öffentlichen Verkehrsraum einsetzen. Dies gilt sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr. Der Bund will damit autonome Mobilität schneller aus Pilotprojekten in die breite Anwendung bringen.

Modellregionen stehen im Fokus

Im Mittelpunkt stehen Vorhaben im Regelbetrieb oder in einer Erprobung, an die sich ein dauerhafter Einsatz anschließt. Förderfähig sind die Beschaffung bereits ausgerüsteter Fahrzeuge sowie die Anschaffung von Fahrzeugen, die Hersteller oder Drittanbieter mit autonomen Fahrfunktionen ausstatten. Auch die Umrüstung bestehender Fahrzeuge und Leasingmodelle können unterstützt werden.

Ein Schwerpunkt liegt auf Modellregionen für autonomes Fahren. Die Projekte sollen dazu beitragen, solche Regionen zu entwickeln oder weiterzuentwickeln. Nach Angaben des Ministeriums geht es zugleich um praktische Erfahrungen unter realen Bedingungen. Autonome Fahrzeuge könnten den ÖPNV in ländlichen Räumen und am Stadtrand ergänzen. Im Güterverkehr soll die Technik helfen, den steigenden Transportbedarf und den Fahrpersonalmangel zu bewältigen.

Verkehrsminister Steffen Bilger verbindet mit dem Aufruf das Ziel, Deutschland als Leitmarkt für die Mobilität der Zukunft zu stärken. Autonomes Fahren könne Verkehr sicherer, wirtschaftlicher und nachhaltiger machen, heißt es aus dem Ministerium. Der Förderaufruf greift zudem Empfehlungen der Verkehrsministerkonferenz auf und setzt ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag der 21. Legislaturperiode um.

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