Der autonom fahrende Shuttlebus "Hubi" hat seine dritte Testphase abgeschlossen. Rund sieben Wochen war er an jeweils drei Wochentagen als Zubringer- und Abholshuttle in Bad Essen unterwegs, wie der Projektier die Stadtwerke Osnabrück mitteilen. 95 Nutzer haben sich für das Experiment registrieren lassen und die App auf ihr Smartphone heruntergeladen, mit der der Shuttlebus angefordert werden kann. Auffällig war innerhalb der Testphase, dass rund 80 Prozent der Fahrgäste spontan zustiegen. 20 Prozent nutzten die Vorabbuchungsoption per Hub-Chain-App.
"Wir haben in der dritten Testphase viele wertvolle Erkenntnisse zum autonomen Fahren in komplexen Verkehren und auch zur Nutzerakzeptanz autonomer On-Demand-Shuttle im ländlichen Raum gewinnen können", bilanziert Werner Linnenbrink, Leiter Mobilitätsangebot der Stadtwerke Osnabrück. Es sei die richtige Entscheidung gewesen, Bad Essen als Standort für die dritte Testphase zu wählen.
Anspruchsvoller Rundkurs
Heiß begehrt war „Hubi“ vor allem an Sonntagen. Viele Kurgäste und Tagestouristen stiegen in das autonom fahrende Shuttle, um bei ihrem Sonntagsausflug innerörtliche Wege zu überbrücken. Auf seinem Rundkurs in Bad Essen musste "Hubi" drei Kreisverkehre sowie teils enge Straßenverläufe mit höherem Verkehrsaufkommen durchqueren. Die gewonnenen Erkenntnisse werden nun ausgewertet und analysiert. "Wir stecken bereits in den Planungen für ein Anschlussprojekt im Landkreis Osnabrück, denn die autonome Mobilität ist für die Zu- und Abbringerverkehre im ländlichen Raum sehr wichtig", sagt Linnenbrink.
Besondere Corona-Vorkehrungen
Ursprünglich sollte der autonom fahrende Shuttlebus bereits im Mai durch den Kurort fahren – doch die Corona-Pandemie machte den Projektbeteiligten zunächst einen Strich durch die Rechnung. Mit einer Verzögerung startete der Testlauf schließlich im September – natürlich unter besonderen Voraussetzungen. Zeitweise durften nur maximal zwei Personen gleichzeitig mitfahren, es galten die bekannten Abstandsregelungen und die Maskenpflicht. (gun)
