Niedersachsen will weg von dieselbetriebenen Zügen.

Niedersachsen will weg von dieselbetriebenen Zügen.

Bild: © Philipp Schulze/dpa

Die Staatsregierung will nach Möglichkeit in diesem Jahr Züge mit Batterie- und Wasserstoffantrieb testen. Diese könnten mittel- und langfristig die bisher auf nicht elektrifizierten Strecken üblichen Dieselloks ersetzen. «Sowohl die Wasserstoff- als auch die Batterietechnik sind hochinteressante Ansätze, wie wir unseren Zugverkehr künftig emissionsfrei gestalten und damit einen Beitrag für noch mehr Nachhaltigkeit im Verkehrssektor leisten können», sagte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) der Deutschen Presse-Agentur.

Die Staatsregierung denkt dabei unter anderem an Südschwaben und das Allgäu, da es dort kaum elektrifizierte Strecken gibt. Die Corona-Epidemie hat zwar den Testfahrplan durcheinander gebracht, aber aufgegeben werden die Projekte nicht. Bei einer in diesem Jahr startenden Ausschreibung im Dieselnetz rund um Mühldorf in Oberbayern will der Freistaat bei vorerst zwei Strecken auf Wasserstoff setzen. Mühldorf liegt im südostbayerischen Chemiedreieck, deswegen steht laut Ministerium vor Ort Wasserstoff als Nebenprodukt der chemischen Industrie zur Verfügung.

Gut geeignet für lange Strecken

Schon im Juli 2019 war ein Wasserstoffzug in Nordbayern zwischen Coburg und Bayreuth unterwegs. Der für eine weitere Testfahrt in Schwaben vorgesehene Zug wird seit September 2018 auf der Bahnstrecke zwischen Bremervörde, Cuxhaven, Bremerhaven und Buxtehude in Norddeutschland mit zwei Vorserienfahrzeugen eingesetzt. Wegen der hohen Reichweite von tausend Kilometern eignet sich der Wasserstoffantrieb nach Einschätzung des Ministeriums gut für lange Strecken, bei denen auf absehbare Zeit nicht mit einer Elektrifizierung zu rechnen ist. (dpa/hoe)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper