Überall gelten Maßnahmen, die vor der Ansteckung mit dem Corona-Virus schützen sollen. Auch in Bussen hat die Gesundheit von Fahrgästen und Fahrern Priorität. Heinz Kiess, Leiter Produktmarketing Bus bei MAN Truck & Bus, erklärt worauf Busbetreiber und -fahrer besonders achten sollten, um die Gefahr einer Ansteckung im Fahrgastraum zu minimieren.
Die Klimaanlage beispielsweise soll zum einen möglichst nur im Frischluftmodus und ohne die Umluftfunktion genutzt werden, so Kiess. Auch sollte die Anlage nicht manuell deaktiviert werden, da sich so nur der Klimakompressor, aber nicht das Gebläse abschaltet. Um eine Reduzierung der Frischluftmenge im Fahrgastraum zu vermeiden, sollte zudem die Gebläsedrehzahl nicht abgesenkt werden. Um die Luftreinheit zu erhöhen, sollten auch die Pollenfilter regelmäßig und in kürzeren Abständen ausgetauscht werden.“
Aber wie groß ist das Ansteckungsrisiko über die Klimaanlage? „Theoretisch ausschließen lässt sich eine mögliche Ansteckung mit dem Corona-Virus über die Klimaanlage im Bus nicht“, so Kiess. „Aber wir schätzen dieses Risiko als sehr gering ein“.
Desinfektionsmittel am Einstieg
Andere Faktoren, vor allem das Missachten der Abstands- und Hygienevorschriften bergen seiner Ansicht nach ein weitaus größeres Ansteckungsrisiko. Busfahrer und Verkehrsunternehmen sollten darauf achten, dass vor allem Haltestangen und Haltegriffe regelmäßig desinfiziert werden. „Besondere Hygiene und Desinfektionsmittel an den Einstiegen sind sehen wir ebenfalls als sehr sinnvoll an“, betont Kiess.
Für die neue Stadtbusgeneration bei MAN werde das Unternehmen in Kürze eine Schutzscheibe für den Fahrerarbeitsplatz ab Werk als Sonderausstattung und über den After Sales zur Nachrüstung anbieten. Für alle anderen Fahrzeuge gebe es auch Anfragen. Diese könne MAN individuell im „Bus Modification Center“ in Plauen umsetzen. (wa)
