Die himmelblauen Roller von EWE Go sind ab November nicht mehr auszuleihen.

Die himmelblauen Roller von EWE Go sind ab November nicht mehr auszuleihen.

Bild: © EWE Go

Die Experimentierphase bei Mobilitätsprojekten scheint sich bei vielen Stadtwerken und Energieversorgern dem Ende zuzuneigen. Die Verkehrswende soll kommen, doch sie muss sich für die Unternehmen langfristig auch rechnen. Wenn ein solches Projekt nicht mehr im strategischen Fokus steht, muss man es beenden oder an jemanden abtreten, zu dem es besser passt. So hat sich nun EWE Go entschieden, das Rollersharing einzustellen und das Carsharing im kommenden Jahr an einen Partner weiterzugeben.

An mangelnder Nachfrage hat es nicht gelegen. Die Zahl der registrierten Nutzer und zurückgelegten Kilometer sei aus Unternehmenssicht ein toller Erfolg gewesen: 18.500 registrierte Nutzerinnen und Nutzer, 90.000 Buchungen und knapp 600.000 gefahrenen Kilometer.

Das ausschließlich in Oldenburg angebotene Sharing-Portfolio von EWE Go sei von Beginn an zunächst auf fünf Jahre angelegt worden. Nun wären größere Investitionen nötig, beispielsweise in neue Fahrzeuge. Daher wurde strategisch geprüft, ob eine zweite Runde möglich ist – und die Entscheidung für ein Ende des Angebots getroffen.

Denn die Strategie von EWE Go ist heute nicht mehr die Gleiche wie vor fünf Jahren. Mittlerweile habe sich das Unternehmen immer stärker auf den Aufbau von Gleichstrom-Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum fokussiert. Aus diesem Grund habe sich EWE Go gegen weitere Investitionen ins Sharing entschieden.

Dies betrifft sowohl die Roller als auch die Autos. Das Rollerangebot wird zum 1. November eingestellt. Die Carsharing-Fahrzeuge seien über November hinaus weiter nutzbar und wie gewohnt über die Sharing-App von EWE Go zu buchen. Ab 2025 werde dann der langjährige Partner all to drive dieses Angebot übernehmen, kündigt EWE-Go-Geschäftsführer Ilker Akkaya an. (wa)

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