"Wir sind noch viele Jahre davon entfernt, voll-autonome Busse auf öffentlichen Straßen zu sehen", prognostiziert Håkan Agnevall, Präsident von Volvo Buses. In Busdepots aber – begrenzten Gebieten mit vorhersehbaren und sich wiederholenden Verkehrsströmen – werden die fahrerlosen Fahrzeuge wohl schon viel früher eingesetzt.
Eine Demonstration der Technik fand gemeinsam mit dem Busunternehmen Keolis in dessen Busdepot vor den Toren von Göteborg in Schweden statt. Während der Vorführung fuhr ein vollelektrischer, autonomer Zwölf-Meter-Bus von Volvo zwischen dem Parkplatz und mehreren Arbeitsstationen, einschließlich Reinigung, Wartung und elektrischem Laden, bevor er sich an der richtigen Stelle abstellte – und das alles während er Passagiere beförderte.
Geladen wird ohne Kabel
"Autonome Busse in Depots bieten Vorteile wie effizientere Verkehrsabläufe, höhere Produktivität, weniger Schäden und mehr Sicherheit, so Agnevall. Die Ladeschnittstelle Oppcharge eigne sich ideal zum autonomen Laden, sodass keine Stromkabel mehr an den Bus im Depot angeschlossen werden müssen.
"Die neue Mobilitätstechnologie wird in fünf bis zehn Jahren weiter verbreitet sein. Indem wir die neue Technologie in das heutige Depotgeschäft integrieren und weiterentwickeln, werden wir nicht nur die Entwicklung beschleunigen, sondern auch unsere Leistung verbessern und sicherstellen, dass unsere Passagiere in den kommenden Jahren davon profitieren", sagt Jan Kilström, Vorstandschef bei Keolis in Schweden.
Demonstration im echten Busdepot
Diese Demonstration fand als eine der ersten in einem echten Busdepot statt – einer der Bereiche, von denen Volvo Buses glaubt, dass sie das größte Potenzial für die Automatisierung bieten. (wa)
