Die Deutsche Umwelthilfe hat die Stadt Düsseldorf und neun weitere Städte nach dem Diesel-Abgasskandal verklagt.

Die Deutsche Umwelthilfe hat die Stadt Düsseldorf und neun weitere Städte nach dem Diesel-Abgasskandal verklagt.

Bild: © nmann77/Adobe Stock

Zu den Ideen zählen neben Vergünstigungen bei Bus- und Bahn etwa der Ausbau der Radwege, der verstärkte Einsatz von Elektrobussen und mehr Park-and-Ride-Parkplätzen, wie die Städte am Donnerstag mitteilten. Bonn und Essen sind zwei der fünf Modellkommunen in Deutschland, in denen neue Konzepte zur Luftreinhaltung getestet werden sollen. Hintergrund sind die drohenden Dieselfahrverbote. Am Donnerstag endete die Abgabefrist für die Vorschläge beim Bundesumweltministerium.

Die Stadt Bonn hat nach eigenen Angaben "eine Fülle von Ideen entwickelt, wie Bus und Bahn einfacher und preisgünstiger zu nutzen sein könnten". Dazu gehöre eine vergünstigte "regionale Bahncard 100" für die Nutzung aller Verkehrsmittel in der Region also auch von Fernzügen. Denkbar sei auch ein "Klimaticket" als preiswerte Jahreskarte für 365 Euro pro Jahr, teilte die Stadt mit.

Zuwachs der Fahrgastzahlen um 40 Prozent nötig

Neben 35 innerhalb von zwei Jahren umsetzbaren Vorschlägen führt die Bonner Liste 25 weitere Maßnahmen wie kürzere Takte bei Bus und Bahn oder neue Straßenbahnlinien auf, für die mehr Zeit benötigt wird. Wenn der Anteil des öffentlichen Nahverkehrs von jetzt 14 auf 20 Prozent gesteigert werden solle, sei dafür ein Zuwachs der Fahrgastzahlen um 40 Prozent nötig, rechnete die Stadt vor. Die Liste der Stadt Essen umfasst 31 Vorschläge. Auch sie hält Vergünstigungen im öffentlichen Nahverkehr für möglich. (dpa)

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