Die Umstellung auf alternative Antriebe bei Busflotten ist nur mit Bundesförderung zu bewältigen.

Die Umstellung auf alternative Antriebe bei Busflotten ist nur mit Bundesförderung zu bewältigen.

Bild: © Think B/Adobe Stock

Siemens hat zwei große Aufträge zum Aufbau der Ladeinfrastruktur für Elektrobusse erhalten. Es geht dabei um Projekte in Hamburg und Saarlouis. Die Hamburger Hochbahn, die bereits über mehr als 250 Elektrobusse verfügt, will bis 2030 eine komplett emissionsfreie Flotte betreiben. Die Kreisverkehrsbetriebe Saarlouis (KVS) wiederum wollen möglichst reibungslos in den Elektrobusbetrieb einsteigen.

Beide Projekte umfassen Planung, Ausrüstung der Ladeinfrastruktur und die Integration ins Mittelspannungsnetz. Hinzu kommen mehrjährige Wartungsverträge.

Busse werden über eine Traverse geladen

Nach einem Senatsbeschluss schafft die Hamburger Hochbahn seit 2020 nur noch E-Busse an. Siemens hat bereits drei Carports auf dem Busbetriebshof Alsterdorf mit insgesamt 141 Ladepunkten ausgestattet. Nun erhielt der Konzern von der Hochbahn AG den Auftrag, den Busbetriebshof Harburg II auszurüsten. Dazu werden auf fünf Fahrspuren insgesamt 20 Ladepunkte mit je 150 kW Nennleistung installiert.

Die Aufstellung funktioniert über ein Traversensystem, das die Busspuren überspannt. Der Auf- und Umbau des Betriebshofes wird während des laufenden Depotbetriebes stattfinden. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2024 vorgesehen.

Umbau erfolgt schrittweise

In Saarlouis will Siemens für die KVS GmbH den reibungslosen Einstieg in den Elektrobusbetrieb ermöglichen. Dazu wird der Busbetriebshof schrittweise umgebaut. In einer ersten Stufe errichtet Siemens die Ladeinfrastruktur für 20 Fahrzeuge. Die erste Umbauphase soll bis zum Frühjahr 2024 abgeschlossen sein und wird Potenzial zu einer Erweiterung auf 70 Busse in einem nächsten Schritt bieten. (wa)

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