Sollen bald im Rahmen des Reallabors zum Einsatz kommen: Shuttles der Firma 2getthere, einer Tochter des Automobilzulieferers ZF.

Sollen bald im Rahmen des Reallabors zum Einsatz kommen: Shuttles der Firma 2getthere, einer Tochter des Automobilzulieferers ZF.

Bild: © 2Getthere

Das Stadtwerk am See nimmt mit seinem Beteiligungsunternehmen Stadtverkehr Friedrichshafen als Praxis-Partner an einem Reallabor für autonomes Fahren mit Elektrobussen teil. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen) übergab am Mittwoch den entsprechenden Förderbescheid in Höhe von sieben Millionen Euro.

Neben dem Stadtwerk zählen das Forschungsinstitut für Kraftwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS), das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie die Firmen Rhein-Neckar-Verkehr, DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee und ZF Friedrichshafen zum Konsortium RABus.

Reallabore Mannheim und Friedrichshafen

Ziel des Projekts ist es, einen wirtschaftlichen und zuverlässigen Fahrbetrieb mit automatisierten Fahrzeugen im öffentlichen Personennahverkehr zu entwickeln und zu erproben. Mannheim und Friedrichshafen fungieren als Reallabore.

In beiden Städten soll bis zum Ende des Jahres 2023 ein weitgehend wirtschaftlicher ÖPNV-Betrieb mit elektrifizierten und automatisierten Fahrzeugen etabliert werden.

"Bringen Projekt auf die Straße"

Im Reallabor Mannheim liegt der Schwerpunkt auf dem automatisierten Betrieb im Mischverkehr in einem neuen Stadtquartier. Im Reallabor Friedrichshafen dagegen steht der automatisierte Überlandbetrieb im Mittelpunkt der Aktivitäten.

Das Stadtwerk am See ist mit seinem Beteiligungsunternehmen Stadtverkehr Friedrichshafen wesentlicher Partner für das Teilprojekt Friedrichshafen. "Wir bringen das Projekt im wahrsten Sinne ‚auf die Straße‘ und testen die Technologie auf Herz und Nieren", erklärt Norbert Schültke, Leiter Mobilität beim Stadtwerk am See, laut Pressemitteilung.

"Interesse schon heute sehr groß"

Das betreffe nicht nur die technischen und betrieblichen Abläufe, die in der Praxis am besten zu testen seien, sondern insbesondere auch die Fahrgäste, die die autonomen Busse nutzen sollten. "Wir werden hier intensiv kommunizieren und sind gespannt, wie die Fahrgäste das Angebot ‚ohne Fahrer‘ annehmen", sagt Schültke. "Das Interesse in der Industrie- und Forschungsstadt Friedrichshafen ist jedenfalls schon heute sehr groß." (ab)

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