Der baden-württembergische Landesverband Deutscher Verkehrsunternehmen hatte die Einnahmeausfälle durch den Corona-Lockdown in dem Bundesland auf etwa 360 Millionen Euro für das laufende Jahr geschätzt.

Der baden-württembergische Landesverband Deutscher Verkehrsunternehmen hatte die Einnahmeausfälle durch den Corona-Lockdown in dem Bundesland auf etwa 360 Millionen Euro für das laufende Jahr geschätzt.

Bild: © Petair/stock.adobe.com

Der Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestags traf sich zu einer Anhörung. Dabei ging es um den Entwurf des Regionalisierungsgesetzes. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) weist zu diesem Anlass darauf hin, dass eine gesicherte Finanzierungszusage für die Branche nötig sei.

Der Verband nennt mehrere notwendige politische Schritte, um Verkehrsunternehmen und Verbünde wirtschaftlich nicht nachhaltig zu gefährden. Dabei gehe es zum einen um den vollständigen Ausgleich für die Einnahmeverluste durch das 9-Euro-Ticket. Außerdem fordert die Branche die Erhöhung der Regionalisierungsmittel noch in diesem Jahr sowie einem Ausgleich für die durch den Ukrainekrieg drastisch gestiegene Energiekosten.

Andere Zusagen nicht vergessen

VDV-Präsident Ingo Wortmann: „Wir sind dankbar für die Finanzierungszusagen zum Corona-Rettungsschirm und für den vollständigen Ausgleich der Einnahmeverluste im Zuge des 9-Euro-Tickets. Aber die anderen Zusagen dürfen dabei nicht vergessen werden.“

Die Branche habe pandemiebedingt mit stark nachlassender Nachfrage bereits schwere Jahre hinter sich. „Wenn jetzt nicht kurzfristig die nötigen Mittel bereitgestellt werden, laufen wir unmittelbar in eine Liquiditätsfalle“, so Wortmann. Und für nicht wenige Unternehmen drohe dann am Ende die Insolvenz.

„Wir müssen dafür sorgen, dass die Branche gerade nach den drei Monaten des 9-Euro-Tickets mit voller Kraft ihren Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele im Verkehr bis 2030 erbringen kann. Dafür sind diese Gelder unabdingbar“, so der VDV-Präsident. (wa)

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