Ein Bündnis aus Verbänden und Nichtregierungs-Organisationen fordert von der Bundesregierung eine Mobilitätsprämie statt einer Auto-Kaufprämie für die Bürger. Verbraucher sollen die freie Wahl haben, ob sie das Geld lieber für ein neues Auto, ein Elektrobike oder ein Abo für den ÖPNV einsetzen. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) unterstützt diesen Vorstoß.
Bei den nun zu treffenden politischen Beschlüssen müsse die Sicherung und Zukunft des gesamten Verkehrssektors oberste Priorität haben, heißt es beim VDV. „Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise haben den gesamten Verkehrssektor gleichermaßen hart getroffen“, so VDV-Präsident Ingo Wortmann.
Leute sollen frei entscheiden können
Daher sei es richtig, wenn nun für alle Branchen des Sektors angemessene Maßnahmen zur finanziellen Unterstützung beschlossen werden. Egal ob ÖPNV, Eisenbahn, Fahrrad, Carsharing oder E-PKW, keine der für die Klimaschutzziele essenziellen Verkehrsmittel und deren Anbieter oder Industrien dürften finanziell in nachhaltige Schieflage geraten. Daher unterstützt der VDV die Idee einer Mobilitätsprämie mit der die Menschen frei entscheiden können, für welches Verkehrsmittel sie dieses Geld einsetzen.
Die Initiative für die Mobilitätsprämie ging ursprünglich vom Fahrradclub ADFC aus; ihr schlossen sich die Allianz pro Schiene, der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), der Autoclub ACE, der Fahrgastverband Pro Bahn oder der Verkehrsclub VCD an. (wa)
