Die Energiebranche soll die für das kommende Jahr von der Bundesregierung geplante Absenkung der EEG-Umlage an die Stromverbraucher weitergeben. "Ich zähle darauf, dass die Energieversorger ihre Kunden nicht alleine lassen werden", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier am Donnerstag in einer Videobotschaft für die BDEW-Konferenz "WIR.MACHEN.MÖGLICH" in Berlin. Gleiches gelte für sinkende Börsenstrompreise, forderte der CDU-Politiker.
Altmaier hob die Bedeutung der vorgesehenen Bepreisung der CO2-Emissionen auf die Bereiche Verkehr und Wärme hervor. Die damit verknüpfte "Stabilisierung der Strompreise mit Einnahmen aus dem Brennstoffemissionshandelsgesetz" sowie mit zusätzlichen Haushaltsmitteln erhöhe die Akzeptanz der Energiewende.
Wasserstoff: Transport-Infrastruktur essenziell
Die große Koalition hatte beschlossen, die auf die Stromrechnung fällige EEG-Umlage zum 1. Januar 2021 zu senken. Finanziert werden soll die Entlastung von Bürgern und Unternehmen aus der Ausweitung der CO2-Bepreisung auf weitere Sektoren und dem Bundeshaushalt.
Mit Blick auf die kürzlich vom Bundeskabinett verabschiedete Wasserstoffstrategie betonte Altmaier die Notwendigkeit einer eigenen Transport-Infrastruktur, um bei der Umsetzung auf Dauer erfolgreich zu sein. Zwar gebe es gute Ideen und die Grundlage sei mit einem gut ausgebauten Gasnetz gelegt. Doch fehle noch ein geeigneter Regulierungsrahmen, "der die erforderlichen Investitionen anreizt", erklärte der Ressortchef. (hil)

