BMWi-Staatssekretär Andreas Feicht sprach auf der Smart Country Convention über künftige Herausforderungen im Umgang mit der EEG-Umlage.

BMWi-Staatssekretär Andreas Feicht sprach auf der Smart Country Convention über künftige Herausforderungen im Umgang mit der EEG-Umlage.

Bild: @ BMWi

Der Energie-Staatssekretär im Bundeswirtschaftministerium, Andreas Feicht, hat sich deutlich für einen verstärkten Ausbau der Windkraft ausgesprochen. „Wir werden auch nach 2030 noch Offshore-Ausbau haben“, sagte er am Montag anlässlich der Auftaktveranstaltung zur in Essen stattfindenden Energiemesse E-World. "Die Offshore-Windkraft wird eines der wesentlichen strategischen Gebiete beim Ausbau der Erneuerbaren sein.“

Strategisch und energiepolitisch soll, so Feicht, die Zeit der EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands konkret genutzt werden, um Rahmenbedingungen zu setzen für den Offshore-Ausbau der Windkraft. Es gehe bereits in naher Zukunft nicht mehr um nationale Alleingänge: „Das ist eine echte Frage der europäischen Kooperation.“ Die Offshore-Windparks sollten untereinander intelligent vernetzt werden.

Tempo beim Windkraftausbau im Land erhöhen

Bei den Windkraftanlagen an Land geht es nach Angaben des Staatssekretärs darum, möglichst viele Genehmigungshindernisse abzubauen: „Wie lösen wir die Fesseln für den Ausbau?“ Über 60 Prozent der Klagen gegen Windkraftanlagen kommen von Naturschutzverbänden, und dabei gehe es um Flora und Fauna. Nur der kleinere Teil der Einwendungen betreffe den Abstand von Siedlungen. „Es geht darum, die aufschiebende Wirkung bei Klagen aufzuheben“, erklärte Feicht.

„Natürlich muss auch eine Abstandsregel vereinbart werden, und sie muss umsetzbar sein“, sagte Feicht weiter. Auf konkrete Zahlen wollte sich der Staatssekretär noch nicht festlegen, aber er betonte, dass die Zeit dränge. Sein Resümee: „Wir brauchen die Windräder, und wir brauchen das Stromnetz. Das hat mit Zumutungen zu tun, und die müssen wir gemeinsam tragen.“ (sig)

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