Frank Weigand (l.), Vorstand RWE Power, diskutiert mit Karsten Smid, Greenpeace-Sprecher, vor der RWE-Konzernzentrale.

Frank Weigand (l.), Vorstand RWE Power, diskutiert mit Karsten Smid, Greenpeace-Sprecher, vor der RWE-Konzernzentrale.

© Roland Weihrauch / dpa

"RWE-Chef Schmitz ignoriert die Klimakrise", sagt Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid und ergänzt: "Während jede Woche Hunderttausende für Klimaschutz auf die Straße gehen, lässt Schmitz rücksichtslos weiter baggern. Das muss aufhören, sonst sabotiert der RWE-Chef den mühsam erkämpften Kohlekompromiss und reißt alte Konflikte wieder auf."

Bagger-Stopp bis Kohleausstiegskonzept vorliegt

Greenpeace fordert die Konzernführung auf, die Bagger am Hambacher Forst und die Umsiedlung bedrohter Dörfer am Tagebau Garzweiler II mindestens auszusetzen, bis die Bundesregierung beschlossen hat, wie der Kohleausstieg umgesetzt wird. Ein entsprechendes Moratorium führen sie mit und planen zu bleiben, bis der RWE-Chef dieses unterzeichnet hat.

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen erwarte, dass eine weitere Zerstörung von Dörfern und Hambacher Forst durch RWEs Braunkohletagebaue gestoppt wird. Dies zeige eine repräsentative Umfrage, die Greenpeace am Wochenende veröffentlicht hat. Der Hambacher Forst gilt als Kristallisationspunkt des Konflikts um die klimaschädliche Kohle. (pm)

Reaktion von RWE

In einer Mitteilung betont der Energiekonzern seine Gesprächsbereitschaft, die Unterstützung der nationalen und internationalen Klimaschutzziele sowie den erzielten Kompromiss der Kohlekommission. Greenpeace könne jetzt keine Verschärfungen im Nachhinein fordern. Zur Zukunft der Dörfer und des Hambacher Forsts äußerte sich die Konzernleitung aber nicht. (pm)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper