Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay hat den Bund aufgefordert, die Kommunen im Zusammenhang mit dem neuen Klimagesetz und der Energiewende besser zu unterstützen. Die Stadt Hannover erwarte Unterstützung vom Bund, um den Umstieg von Kohlekraft auf erneuerbare Energien zu bewältigen, betonte der Grünen-Politiker in einem am Dienstag bekanntgewordenen Schreiben an den Chef des Bundeskanzleramts, Helge Braun.
«Ernstgemeinte Minderungen von Kohlendioxid-Emissionen können nur mit lokalen Klimaschutzmaßnahmen der Kommunen erreicht werden», urteilte Onay und machte klar: «Der Bund muss Kommunen wie Hannover unterstützen, die bereits heute eigene Anstrengungen unternehmen, die lokale Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen.» Notwendig seien eine flächendeckende Förderung, zusätzliches Geld und nationale Strategien. Onay wies auf Diskussionen über das Kohlekraftwerk Stöcken an, das so früh wie möglich vom Netz müsse, weil Hannover laut Ratsbeschluss bis 2035 klimaneutral sein wolle.
Finanzieller Kraftakt und aufwendige Genehmigungsverfahren
Allerdings bedeute der Umstieg von Kohle auf alternative Energien für Hannover einen enormen finanziellen Kraftakt, erklärte Onay. Er sprach von einem deutlich dreistelligen Millionenbetrag. Auch stehe die Stadt vor aufwendigen und langwierigen Genehmigungsverfahren für Ersatzanlagen. (dpa/lm)
