"Wir sind überwältigt, in welchem Maß sich die kommunale Familie spartenübergreifend gegenseitig unterstützt und welche Hilfsangebote vor Ort aktiviert wurden", sagt VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing.

"Wir sind überwältigt, in welchem Maß sich die kommunale Familie spartenübergreifend gegenseitig unterstützt und welche Hilfsangebote vor Ort aktiviert wurden", sagt VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing.

Bild: © VKU/Chaperon

Hohe Erwartungen gibt es an den am heutigen Montag stattfindenden Fernwärmegipfel, zu dem Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Bauministerin Klara Geywitz (SPD) Vertreter der Branche eingeladen haben.

Die Ampel-Koalition plant neben einer Reform des Gebäudeenergiegesetzes – des sogenannten Heizungsgesetzes – auch eine Reform der kommunalen Wärmeplanung. Laut Gesetzentwurf sollen Länder und Kommunen in den kommenden Jahren konkrete Pläne vorlegen, wie sie ihre Heizinfrastruktur klimaneutral umbauen wollen. Dies soll Bürgern eine wichtige Orientierung geben, indem sie erfahren, ob ihr Haus bald an ein Fern- oder Nahwärmenetz angeschlossen wird oder sie ihre Heizung absehbar auf eine Wärmepumpe umrüsten sollten.

Hürden für die Fernwärme beseitigen

Aus Sicht der Stadtwerke kommt eine Anschlusspflicht für Hausbesitzer ans Wärmenetz infrage. Es sei «nicht abwegig, über eine Pflicht für Haushalte zu reden, sich an ein vorhandenes Wärmenetz anzuschließen», sagte Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), der «Neuen Osnabrücker Zeitung, NOZ».

„Am Montag sollte es vor allem darum gehen, gemeinsam die großen Hürden für die Fernwärme zu nehmen, um mehr klimafreundliche Energie in unsere Städte zu bringen“, bekräftigte Liebing gegenüber der ZfK. „Als Stadtwerke wollen wir die Bürgerinnen und Bürger bestmöglich bei der Wärmewende unterstützen. Wir können. Wir wollen. Nun entscheidet Berlin, wie viel und was wir dürfen.“

Drei Dinge braucht die Fernwärme

Drei Dinge brauche es für die Fernwärme als Option zum klimaneutralen Heizen, die die Bundesregierung am Montag anstoßen könne: „Mehr Zeit, mehr Geld und mehr Akzeptanz“, verdeutlichte der VKU-Chef.

Statt der geplanten starren Vorgaben, bis 2030 einen Anteil bzw. eine Quote von 50 Prozent erneuerbarer Energie in den Wärmenetzen zu erreichen, sollte die Bundesregierung besser die Transformationspläne als Grundlage nutzen, die die Wärmenetzbetreiber bereits erstellen. „Diese Pläne zeigen den vor Ort besten Weg auf, wie ein Wärmenetz bis spätestens 2045 klimaneutral werden kann“, sagte Liebing.

Fördermittel bis Mitte der 2030er

„Für die Verdichtung und den Ausbau der Fernwärmenetze und die großtechnische Erneuerbare-Wärmegewinnung brauchen wir zudem deutlich mehr Fördermittel und zwar stetig und verlässlich bis Mitte der 2030er“, so Liebing. „Daneben werben wir auch für Verständnis, weil viele Bürgerinnen und Bürger durch die Wärmepumpe-für-alle-Diskussion verunsichert sind.“ (gun/hp mit Material von dpa)

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