Obwohl die Deutschen wieder mehr heizen, wird immer noch weniger Gas verbraucht als vor der Krise.

Obwohl die Deutschen wieder mehr heizen, wird immer noch weniger Gas verbraucht als vor der Krise.

Bild: © Mediaparts/AdobeStock

Die Bundesnetzagentur sieht den Gasverbrauch in Deutschland in der Mitte der Heizperiode entspannt. «Die Bundesnetzagentur ruft nicht dazu auf, kälter zu duschen oder die Heizung runterzudrehen. Das kann jeder Verbraucher für sich selbst entscheiden», sagte Behördenpräsident Klaus Müller der Funke-Mediengruppe (Samstag).

Es werde wegen der steigenden Mehrwertsteuer auf Gas und des höheren CO2-Preises teurer, eine Gasheizung zu nutzen. Auch müsse man nicht jeden Raum so beheizen wie das Wohnzimmer. «Aber man gefährdet nicht die Gasversorgung, wenn man es tut.»

„Es gibt Restrisiken“

Müller verwies auf eine inzwischen entspannte Lage bei den Gasspeichern. «Wir haben die Hälfte des Winters hinter uns, und wir sind sehr optimistisch.» Zwar verbrauche man sechs Prozent mehr Gas als im vorherigen Winter. Deutschland verbrauche aber immer noch gut 16 Prozent weniger Gas als vor der Krise. Auch seien die Gasspeicher mit über 90 Prozent sehr gut gefüllt.

Zugleich wollte Müller nicht von einer Entwarnung sprechen. «Wir wissen noch nicht, wie Januar, Februar und März werden. Es gibt Restrisiken.» So seien die Explosionen an den Pipelines Nord Stream 1 und 2 noch nicht aufgeklärt, und der Generalbundesanwalt ermittele wegen Schäden an einer Flüssiggas-Pipeline.

LNG-Gas als Back-up

«Das zählt zu den Restrisiken. Unser Gas kommt zu einem großen Teil aus Norwegen. Wir sind dankbar, dass Norwegen, aber auch die Nato diese kritische Infrastruktur gut im Blick behalten.» Der Behördenchef verwies dabei auf LNG-Terminals, mit denen Deutschland bei einem Ausfall von Leitungen aus Norwegen Gas einführen kann. (dpa/hp)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper