Die neue interaktive Karte ist bei Destatis kostenlos abrufbar.

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Screenshot/Grafik: © Statistisches Bundesamt (Destatis), 2020

An vielen großen Industriestandorten spielte Erdgas, das auch deutschlandweit der wichtigste Energieträger war, eine große Rolle. So hatte der energieintensivste Kreis Ludwigshafen am Rhein einen Erdgasanteil von über 50 Prozent, den höchsten Anteil an Erdgas hatte Wittenberg in Sachsen-Anhalt mit über 90 Prozent, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.

An anderen Orten fallen die erneuerbaren Energien stärker ins Gewicht: Den höchsten Verbrauch von erneuerbaren Energien hatte die Industrie im Kreis Stendal mit gut zwölf Petajoule. Hier waren die erneuerbaren Energien auch der wichtigste Energieträger. Im Alb-Donau-Kreis verbrauchte die Industrie gut fünf Petajoule erneuerbare Energien, in Meißen knapp zwei Petajoule. Kohle als Energieträger kam vor allem im Rhein-Erft-Kreis, in Soest und im Burgenlandkreis zum Einsatz. 

Energieverbrauch ist leicht gesunken

Im Jahr 2018 betrug der Energieverbrauch der Industrie in Deutschland insgesamt rund 4000 Petajoule und damit 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Wichtigster Energieträger für die deutschen Industriebetriebe war im Jahr 2018 bundesweit Erdgas mit einem Anteil von knapp 30 Prozent, gefolgt von Strom (22 Prozent), Mineralölen und Mineralölprodukten (16 Prozent) sowie Kohle (15 Prozent). Regional gibt es dabei große Unterschiede in der Zusammensetzung des Energieverbrauchs. 

Größter Energieverbraucher war bundesweit die Chemische Industrie mit einem Anteil von 29 Prozent, gefolgt von der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 22 Prozent sowie der Kokerei und Mineralölverarbeitung mit elf Prozent. Allerdings wurde in der Chemischen Industrie mehr als ein Drittel der Energieträger (37 Prozent) als Ausgangsstoffe für chemische Produkte und damit nicht energetisch eingesetzt.

Die Karte in vollem Funktionsumfang steht unter folgendem Link zur Verfügung: Energieverbrauch in der Industrie 2018 nach Energieträgern. (gun)

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