Windräder in der Landschaft. NRW baut davon so viel wie nie (Symbolbild).

Windräder in der Landschaft. NRW baut davon so viel wie nie (Symbolbild).

Bild: © Oliver Berg/dpa

In Nordrhein-Westfalen (NRW) steht bisher nur eine relativ geringe Zahl von Windrädern in Wäldern. Ende vergangenen Jahres seien landesweit 67 Windenergieanlagen in Waldgebieten in Betrieb gewesen, hat das Wirtschaftsministerium in Nordrhein-Westfalen auf eine Kleine Anfrage der Grünen geantwortet. Zwölf Anlagen hätten sich Ende März 2018 im Bau befunden, für weitere 79 Windräder seien zu diesem Zeitpunkt Genehmigungen erteilt oder beantragt gewesen, heißt es in der Antwort, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Insgesamt lieferten Ende vergangenen Jahres 3630 Anlagen in Nordrhein-Westfalen Strom aus Windkraft.

Die schwarz-gelbe Regierung will den Windkraftausbau in Nordrhein-Westfalen ausbremsen. So soll es zu einem Abstand von 1500 Metern zur Wohnbebauung kommen. Auch Stadtwerke-Chefs haben schon "deutliche Worte" in Gremien gewählt für diese Strategie der Regierung. Der Bau von Windrädern in Waldgebieten soll ebenfalls erschwert werden. Die schwarz-gelbe Landesregierung will deshalb über eine Änderung des Landesentwicklungsplans ihren Bau erschweren. Das kritisieren die Grünen. Die Landesregierung bekämpfe ein Scheinproblem, da weniger als zwei Prozent aller Windanlagen in Wäldern errichtet seien, sagte die Energieexpertin der Grünen im Landtag, Wibke Brems. Ohne eine verantwortungsvolle Inanspruchnahme von forstwirtschaftlichen Flächen seien Ausbauziele bei der Windenergie für Nordrhein-Westfalen unerreichbar.

Die meisten Windräder im Wald drehen sich im Kreis Siegen-Wittgenstein, wo es 22 Anlagen gibt. Eine zweistellige Zahl mit zehn Windrädern weist zudem der Kreis Euskirchen aus. Besonders viele Anlagen sind im Hochsauerlandkreis beantragt, wo 54 Windräder errichtet werden sollen. Windenergieanlage seien gerade in bewaldeten Höhenzügen ein gewichtiger Eingriff in das Landschaftsbild, heißt es in der Antwort von Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP). (dpa/al)

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