Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller sieht in der Wärmegewinnung mittels Abwasser einen wichtigen Schritt zum Klimaschutz.

Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller sieht in der Wärmegewinnung mittels Abwasser einen wichtigen Schritt zum Klimaschutz.

Bild: © Soeren Stache/dpa

Egal ob "grüne" Energie oder Kohlestrom, noch zahlen Verbraucher für beide Varianten die EEG-Umlage, um die Energiewende zu finanzieren. Mittlerweile findet die Idee, dass System von Stromumlagen und -steuern auf eine CO2-Bepreisung außerhalb des ETS-Handels umzustellen, immer mehr Zuspruch. Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen) hält die Abschaffung der EEG-Umlage vor allem ab Anfang 2022 für einen wichtigen Anreiz für den Strommarkt.

Ende 2021 fallen die ersten Erneuerbaren-Anlagen (Windenerige und PV) aus der EEG-Vergütung. Dies heißt dann für die Betreiber: Entweder finden sie neue Finanzierungsmodelle für einen wirtschaftlichen Anlagenbetrieb oder sie müssen die Anlagen stilllegen. "Das wesentliche Problem für diese Anlagen ist meist nicht ihr Alter, das Problem ist die EEG-Umlage, die Verbraucher für den daraus erzeugten Strom zahlen müssen", verdeutlicht Untersteller das Problem.

CO2-Bepreisung sorgt für faire Marktverhältnisse

Eine Selbstvermarktung, die nach dem Auslaufen der staatlichen Vergütung ein Geschäftsmodell für Altanalgen sein kann, habe laut Untersteller nur eine Chance ohne die EEG-Umlage. Ziel müsse sein, klimaschädliche Energieträger stärker zu belasten und regenerativen Strom attraktiver zu machen. (ls)

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