Sonne und Wind: Zugpferde der Energiewende

Sonne und Wind: Zugpferde der Energiewende

Bild: © lovelyday12/AdobeStock

Der Bundesverband Windenergie hat angesichts der angespannten Branchenlage Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) aufgefordert, Reformpläne offenzulegen. Das Ministerium müsse die Karten auf den Tisch legen und mit der Energiewirtschaft in einen Dialog treten, sagte der Präsident des Verbandes, Hermann Albers. Hintergrund ist die geplante Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).

Die Novelle dürfe kein Flickzeug werden, so Albers. "Sie muss ein Gerüst sein, auf dem die Windenergie und die anderen Erneuerbaren-Branchen die Energiewende aufbauen und erfolgreich umsetzen können. Was wir brauchen, sind große und mutige Schritte für mehr Zubau, mehr erneuerbare Energien, mehr CO2-freien Strom."

Ausschreibungsmengen sollen ab 2023 steigen 

Die EEG-Reform soll zum 1. Januar 2021 in Kraft treten. Der Ausbau der Windkraft stockt. Bis 2030 sollen 65 Prozent des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien kommen. Haupthindernisse für den Ausbau sind lange Genehmigungsverfahren, fehlende Flächen sowie Proteste und Klagen von Anwohnern und Naturschützern. Energieverbände und Klimaschützer hatten immer wieder eine schleppende Umsetzung von Plänen für einen schnelleren Ausbau kritisiert.

Altmaier plant früheren Aussagen zufolge etwa eine finanzielle Beteiligung von Standortkommunen an Erträgen der Windparkbetreiber. Dem Vernehmen nach soll es auch neue Ausschreibungsmengen geben. Der Bundesverband Windenergie (BWE) erklärte zu bekannt gewordenen Details der Pläne für eine EEG-Novelle, die Ausschreibungsmengen sollten erst ab 2023 steigen, von ab dann 3000 Megawatt bis 5800 Megawatt im Jahr 2028. Der BWE fordere, die Ausschreibungen auf 4700 Megawatt ab dem Jahr 2021 zu erhöhen.

Runder Tisch befürwortet

Einen Runden Tisch zu nutzbaren Flächen mit den Ländern befürworte der Verband. "Allerdings sollten sich die Länder im Rahmen einer Bund-Länder-Vereinbarung zu verbindlichen Ausbauzielen bekennen." (dpa/hil)

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