Wie tief soll die Politik in den europäischen Strommarkt eingreifen? Um diese Frage ringt gerade das Europäische Parlament. Jetzt liegt ein neuer Bericht vor.

Wie tief soll die Politik in den europäischen Strommarkt eingreifen? Um diese Frage ringt gerade das Europäische Parlament. Jetzt liegt ein neuer Bericht vor.

Bild: © Julian Stratenschulte/dpa

Die von der Bundesnetzagentur vorgeschlagene leichte Steigerung des Produktivitätsfaktors Xgen ist nach Ansicht des BDEW zu hoch. Bleibe dieser auf dem vorgesehenen Niveau von 0,91 Prozent sieht der Verband die für die Energiewende erforderlichen Milliarden-Investitionen in die Stromnetze gefährdet.

Die Aufsichtsbehörde hat gestern (21. August) die Konsultation zur sektoralen Produktivitätsvorgabe für die vierte Regulierungsperiode von 2024 bis 2028 für Stromnetzbetreiber eröffnet.

Xgen korrigiert Einflüsse durch Inflationsrate

Der Xgen soll während der Regulierungsperiode netzwirtschaftliche Kostenänderungen durch veränderte Einstandspreise und Produktivitätsveränderungen berücksichtigen und korrigiert die über den Verbraucherpreisindex (VPI) abgebildete gesamtwirtschaftliche Inflationsrate. 

Bereits der für die dritte Regulierungsperiode (2019-2023) für Stromnetze festgelegte Xgen von 0,9 Prozent sei deutlich zu hoch ausgefallen, heißt es in einer Pressemitteilung des BDEW. Für Gasnetze hat die Bundesnetzagentur für die vierte Regulierungsperiode einen Produktivitätsfaktor von 0,75 Prozent konsultiert, die finale Festlegung steht noch aus. (hoe)

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