Der Prozess um angeblich hocheffiziente und mit Rapsöl betriebene Blockheizkraftwerke (BHKW) vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth ist eingestellt worden. Fünf Mitarbeiter der ehemaligen "Gesellschaft zur Förderung Erneuerbarer Energien" (GFE) müssen eine Geldauflage bezahlen. Das sagte ein Gerichtssprecher am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Gegen weitere fünf Angeklagte wurde das Verfahren wegen geringer Schuld ohne Geldauflage eingestellt, gegen weitere zwei deshalb, weil sie aus anderen Prozessen höhere Strafen zu erwarten haben und deshalb eine Strafe in diesem Verfahren nicht ins Gewicht fallen würde.
Ökologische Wundermotoren
Die später insolvente Firma mit Sitz in Nürnberg und in der Schweiz hatte jahrelang die Kraftwerke verkauft und den Kunden dabei Renditen von bis zu 35 Prozent versprochen. Tatsächlich aber hatten die angeblichen ökologischen Wundermotoren nie funktioniert. Sie sollten mit einem Mix aus Rapsöl und Wasser betrieben werden.
Rund 1400 Anleger wurden laut Anklage um 62 Millionen Euro geprellt. 2014 waren elf GFE-Manager nach 94 Verhandlungstagen wegen gewerbsmäßigen Betrugs zu drei bis neun Jahren Gefängnis verurteilt worden. (dpa/geo)

