Das Startup Installion wurde 2019 gegründet und setzt über seine digitale Plattform Montagearbeiten von Photovoltaiksystemen, E-Ladeboxen und Speichern um.

Das Startup Installion wurde 2019 gegründet und setzt über seine digitale Plattform Montagearbeiten von Photovoltaiksystemen, E-Ladeboxen und Speichern um.

Bild: © Installion

Der PV-Boom führt auch zu mehr Konflikten zwischen Anbietern und Kunden. So haben die Verbraucherzentralen im Jahr 2023 mehr als 1700 Beschwerden über PV-Anlagen erfasst, wobei über das Jahr 2023 hinweg eine Zunahme der monatlichen Beschwerdezahlen zu verzeichnen war, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gegenüber der ZfK bestätigt. Im Jahr 2022 waren es noch knapp 500 Beschwerden gewesen.

In den ersten beiden Monaten des Jahres 2024 war zudem kein Rückgang der Beschwerdezahlen zu erkennen, sie befinden sich auf gleichbleibend hohem Niveau, heißt es weiter. Die häufigsten Beschwerdegründe waren demnach Lieferungs- sowie Leistungsstörungen (44 Prozent) und Probleme mit der Gewährleistung (14 Prozent).

Vielzahl von Anbietern

Die Beschwerden über Lieferungs- und Leistungsstörungen beziehen sich laut vzbv immer wieder auf Sachverhalte, bei denen nach Aufbringung der entsprechenden Module aufs Dach, die benötigen Speicher und Wechselrichter nicht beziehungsweise nur mit Verzögerung geliefert werden. Batteriespeicher und Wechselrichter gehören derzeit zu den Komponenten mit den längsten Lieferzeiten auf dem Markt.

Die Beschwerden zu PV-Anlagen verteilen sich laut den Verbraucherzentralen zudem auf eine Vielzahl von Anbietern. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) sieht einen wesentlichen Grund für den Anstieg der Beschwerden darin, dass der wachsende Markt auch unerfahrene Unternehmen anlockt. "Die stark zunehmende Nachfrage nach Photovoltaik lässt natürlich auch neue Akteure auf den Markt drängen", sagt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig.

Schäden auf Dächern

Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) beobachtet zudem "eine Zunahme von Schäden auf Dächern, die direkt auf unsachgemäße Installation von Photovoltaik-Anlagen zurückzuführen sind", erklärte der Vizepräsident des Verbands, Michael Zimmermann, gegenüber der "Funke-Mediengruppe".

Dachdeckerbetriebe würden "zunehmend von betroffenen Bauherren kontaktiert, um diese Mängel zu beheben." Vor allem werden Eignung und Zustand des Daches nicht sorgfältig genug geprüft. (jk)

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